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Presseausweis

[Archiv Beitrag der KW 45 vom 09.11.2016]

Arno Tilsner

Arno TilsnerWährend in Amerika nach wochenlangem, maximalen Geld- und Medienaufwand zur Wahl steht, wer in den kommenden 4 Jahren Wall Street bedienen darf, findet in Marrakesch verhältnismäßig unbeachtet eine nächste UN-Klimakonferenz statt. Seit Jahren wird auf solchen Konferenzen politisch gerungen, wie eine Begrenzung der von Menschen gemachten Erwärmung des Planeten möglich werden könnte.
Beide Themen stehen in einem engen Zusammenhang. Grenzenlose Gier auf der einen Seite heizt den Planeten Jahr für Jahr stärker auf, wobei die maximal Gierigen zunächst selbst nicht die Betroffenen sind. Millionen Menschen, die schon heute an Küsten oder auf Inseln Land unter haben oder wegen Dürren, Stürmen, Sturzregen ihre Existenzgrundlage verlieren, haben gegen die Interessen von einigen zehntausend Milliardären auf der Welt kaum politisches Gewicht.
Bei den ständig reicher werdenden Superreichen handelt es sich keinesfalls nur um 'böse' Amerikaner. Russische Oligarchen sind massiv im Öl- und Gasgeschäft, wie Sozialisten in Venezuela oder Brasilianer oder, oder, oder. Die Liste ist lang und von den maximal Kohle-Förderern dieser Welt (SPD + GRÜNE in NRW) ist dabei noch nicht einmal die Rede. Freiwillig und/oder aus einer übergeordneten Vernunft wird hier niemand auf sein Geschäft verzichten.
Dies ist der Grund, warum die Temperaturen mit Beginn der Industrialisierung deutlich angestiegen sind und sich dieser Anstieg von Jahr zu Jahr eher beschleunigt als verlangsamt.
Was ist zu tun? Ganz wichtig: kühlen Kopf bewahren. Panik machen hilft nicht. Es gibt schon heute Lösungen zur Energieversorgung aus regenerativen Quellen (vorrangig Sonne und Wind). Die müssen weiter entwickelt und verbreitet werden.
Solaranlagen bitte nicht nur auf landwirtschaftlichen Gebäuden in Westfalen. In den Subtropen, wo 5 der 7 Milliarden Menschen leben, sind Sonnenstunden zahlreicher und gleichmäßiger über das Jahr verteilt. Eine Vollversorgung mit Solarenergie ist dort heute technisch möglich. Was oft fehlt sind Kapital, Wissen und stabile politische Verhältnisse vor Ort. Daran muss beharrlich weiter gearbeitet werden.
Wir in Deutschland, wo es an Kapital, Wissen und stabilen politischen Verhältnissen nicht mangelt, können einen Riesenbeitrag für die ganze Welt leisten, wenn wir konsequentestens die begonnene Energiewende umsetzen.
Was hier im Norden Europas funktioniert, funktioniert überall auf der Welt, wird in diesem Jahrhundert eine ganz große Aufgabe und ein sehr großes Geschäft. Lasst es uns machen. - Arno Tilsner

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