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  • Archiv 2010
  • KW 01 vom 06.01.2010
  • Mit den besten Wünschen für 2010 melde ich mich an dieser Stelle..weiterlesen
  • KW 02 vom 13.01.2010
  • Bologna: beim Klang des Namens schwingen ganz unwillkürlich ..weiterlesen
  • KW 03 vom 20.01.2010
  • Als ich das Wort Bologna in der letzten Woche spontan mit Urlaub...weiterlesen
  • KW 04 vom 27.01.2010
  • Einem Tag sieht man im knappen Rahmen seiner 24 Stunden nicht ... weiterlesen
  • Kw 05 vom 03.02.2010
  • +++ ZERO Emission, km 271 +++ Erinnert sich noch jemand an die Welt-Klima ... weiterlesen
  • KW 06 vom 10.02.2010
  • +++ ZERO Emission, km 271 +++ heute nur eine knappe Bemerkung mit... weiterlesen
  • KW 07 vom 17.02.2010
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  • KW 08 vom 24.02.2010
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  • KW 09 vom 03.03.2010
  • ... km 590 +++ "Als Maschinist habe ich immer ein Ohr im Maschinenraum. weiterlesen
  • KW 10 vom 10.03.2010
  • ... km 688 +++ In dieser Woche Kino statt Presseausweis weiterlesen
  • KW 11 vom 17.03.2010
  • ... km 787 +++ Auf 775 Millionen Euro beläuft sich der städtische Haushalt weiterlesen
  • KW 12 vom 17.03.2010
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  • KW 13 vom 31.03.2010
  • ... Komme ich schnell genug vorwärts? weiterlesen
  • KW 14 vom 07.04.2010
  • ... "Kommune in Haushaltsnöten weiterlesen
  • KW 15 vom 14.04.2010
  • ... km 787 +++ Auf 775 Millionen Euro beläuft sich der städtische Haushalt weiterlesen
  • KW 16 vom 21.04.2010
  • ... Am 9. Mai ist es wieder so weit weiterlesen
  • KW 17 vom 28.04.2010
  • ... Auf einer SPD Veranstaltung zur Finanzklemme der Kommunen weiterlesen
  • KW 18 vom 05.05.2010
  • ... Eigentlich hatte ich mir für diese Woche weiterlesen
  • KW 19 vom 12.05.2010
  • ... Was schreibt man in der Woche 1 nach der Revolution? weiterlesen
  • KW 20 vom 19.05.2010
  • ... echo-muenster ist am 20. Oktober 2007 nicht mal eben so weiterlesen
  • KW 21 vom 26.05.2010
  • ... "Wir müssen darauf achten, dass wir nicht dauernd weiterlesen
  • KW 22 vom 02.06.2010
  • ... "Man kann scho staunen, mit welcher taktrate weiterlesen
  • KW 23 vom 09.06.2010
  • ... "So notwendig und sinnvoll ein öffentlicher Spar-Marathon auch sein kann weiterlesen
  • KW 24 vom 16.06.2010
  • ... "Einen "Altmeister des Freiheitspathos" nennt Tobias Schwarz Joachim Gauk weiterlesen
  • KW 25 vom 23.06.2010
  • ... Die fühl- und messbare Verunsicherung der wohlhabenden deutschen Mittelschicht weiterlesen
  • KW 26 vom 30.06.2010
  • ... Im Januar 1956, als Dürenmatt seinen Drei-Akter "Der Besuch der alten Dame" weiterlesen
  • KW 27 vom 07.07.2010
  • ... In ihrem Deutschland Report 2035 hat die Baseler Prognos AG weiterlesen
  • KW 28 vom 14.07.2010
  • ... Über Leistung wollte ich schreiben, angesichts einiger hunderttausend Zeugnisse weiterlesen
  • KW 29 vom 21.07.2010
  • ... Krieg! Ein Thema, zu dem ich nicht mit Vorliebe schreibe weiterlesen
  • KW 30 vom 28.07.2010
  • ... Neue homepage, Urlaubszeit in der Produktion... in dieser Woche fällt der Presseausweis aus. weiterlesen
  • KW 31 vom 04.08.2010
  • ... Um es in den psychologisch gehaltvollen Bildern... weiterlesen
  • KW 32 vom 11.08.2010
  • ... The summer of 2010! ich habe eine solche Freude... weiterlesen
  • KW 33 vom 18.08.2010
  • ... Nach der kindlichen Begeisterung der letzten Wochen zurück zum Ernst des Lebens.... weiterlesen
  • KW 34 vom 25.08.2010
  • ... Der Text dieser Woche fällt aus gegebenem Anlass sehr knapp und nützlich aus.... weiterlesen
  • KW 35 vom 01.09.2010
  • ... D'Deutschland schafft sich ab' betitelt Thilo Sarrazin sein am Montag erschienenes Buch.... weiterlesen
  • KW 36 vom 08.09.2010
  • ... Es gibt einen schnellen, direkten Weg, die Laufzeit der Deutschen Atomkraftwerke .... weiterlesen
  • KW 37 vom 15.09.2010
  • ... Wenn Sie diesen Presseausweis unter www.nadann.de im Internet lesen .... weiterlesen
  • KW 38 vom 22.09.2010
  • ... Für die 16. Shell Jugendstudie haben die Bielefelder Sozialwissenschaftler Professor Dr. Mathias Albert.... weiterlesen
  • KW 39 vom 29.09.2010
  • ... Energie = Arbeit. So lautet der Titel einer Ausstellung, in der die Stiftung... weiterlesen
  • KW 40 vom 06.10.2010
  • Als “bebende Unterlippe der Empörung“ setzt Karl Theodor zu Guttenberg... weiterlesen
  • KW 41 vom 13.10.2010
  • Dieser Presseausweis beginnt für alle Seiten unverfänglich mit der Zwetschge... weiterlesen
  • KW 42 vom 20.10.2010
  • Eine gute Stunde habe ich mich am Freitag durch das na dann... Archiv gelesen... weiterlesen
  • KW 43 vom 27.10.2010
  • Statt einiger Anmerkungen zum Verkehr (traffic is a global epidemic)... weiterlesen
  • KW 44 vom 03.11.2010
  • "Traffic is a global epidemic." Mit diesen deutlichen Worten... weiterlesen
  • KW 45 vom 10.11.2010
  • Mit einer Regelung von heute die Gesellschaft von morgen... weiterlesen
  • KW 46 vom 17.11.2010
  • Der Führerschein oder die Lizenz zur Fortbewegung mit dem Faktor 1000!... weiterlesen
  • KW 47 vom 24.11.2010
  • Ich komme noch einmal auf die 100 Watt-Mobilität von Fußgänger/innen... weiterlesen
  • KW 48 vom 01.12.2010
  • Aus wirtschaftswissenschtlicher Sicht war der Presseausweis der letzten Woche sehr suggestiv... weiterlesen
  • KW 49 vom 08.12.2010
  • Mit einem kollektiven Unwohlsein am Freitag gegen 17 Uhr legten die spanischen Fluglotsen... weiterlesen
  • KW 50 vom 15.12.2010
  • Sich ein eigenes Bild der Lage zu machen hatte Frau zu Guttenberg... weiterlesen
  • KW 51/52 vom 22.12.2010
  • Weißer Winter auf Münsters Straßen. Man muss in den Annalen der Stadt weit zurück... weiterlesen

[Archiv-Beitrag der KW 27 vom 07.07. 2010]

Presseausweis

In ihrem Deutschland Report 2035 hat die Baseler Prognos AG - von heute allgemein bekannten Daten und eigenen Annahmen ausgehend - 25 Jahre in die Zukunft geschaut. Mit Sicherheit werden die heute 20-Jährigen dann Mitte 40 sein und die heute 45-Jährigen sich mit 70 auf eine kleine Rente freuen wollen. Wahrscheinlich wird das Wirtschaftswachstum weniger als 1% betragen.
Für mehr Wachstum, glauben die Schweizer Forscher, hat das schrumpfende, alternde Deutschland 2035 nicht mehr genug Arbeits-Kraft.
25 Jahre sind unglaublich schnell rum. Grund genug, heute radikal umzudenken, den Blick vom quantitativen Wachstum weg auf die Frage zu lenken, wie wir das Kunststück fertig bringen, Sinnvolles zu produzieren und damit gut zu verdienen. Schauen wir uns zunächst ein Beispiel für die absehbare Schwäche des quantitativen Wachstums an:
Als entferntem Anlieger der Handorfer Straße ist einem dieser eigentümliche Singsang der kräftigen MAN Motoren wohl bekannt, die in einer endlosen Kette weiße Sattelzüge vom Schiffahrter Damm über Handorf zur Warendorfer Straße ziehen und von der Warendorfer Straße über Handorf zum Schiffahrter Damm zurück. Es sind Kühltransporter, die Schweinehälften zur weiteren Verarbeitung bringen.
Nehmen wir an, ein Kühlwagen kann 250 Schweinehälften laden, dann würden bei 6 Millionen Schweinen, die jährlich halbiert werden, täglich ca. 130 Sattelzüge voll hin und noch einmal 130 leer zurück fahren. Wenn das Szenario gemäß der volkswirtschaftlichen Wachstumslogik eine Erfolgsstory sein soll, kann es dabei nicht bleiben. Jährlich müssen mindestens 3% mehr Schweine unters Messer. In zehn Jahren sollen es dann nicht mehr 260 sondern 350 Fahrten täglich sein.
Dabei reicht es einer Volkswirtschaft nicht, die Schweinehälften aus der Stadt zu bringen. Zu diesem oder jenem verarbeitet, müssen sie zum Verzehr in die Stadt zurück. Also macht sich eine andere endlose Kette von Lastkraftwagen auf den Weg in die Stadt mit Fleisch- und Wurstwaren, die gegessen und verdaut werden müssen.
Von den furchtbaren Folgen der bewegungsarmen Völlerei im Dienste des quantitativen Wirtschaftswachstums mag sich jeder selbst ein Bild machen, z.B. morgens und abends am Bahnhof, wenn einige tausend ZeitgenossInnen auf dem Weg zur Arbeit oder in den Feierabend sind. In der Altersgruppe der 20 bis 30 -Jährigen ist bereits heute vielfach ein Übergewicht erreicht, das eher für ein Fahrverbot für Fleischtransporte spricht als für eine Ausweitung der Fahrten.
Eine ganz andere Perspektive ergibt sich, wenn für nachhaltiges Wachstum nicht Fettzellen stimuliert werden bis der Arzt kommt sondern Gehirnzellen an der Frage, womit wir uns auf diesem Planeten nützlich machen können. Leistungsstarke dezentrale Energiespeicher sind deshalb so sinnvolle Produkte, weil sie Menschen die Möglichkeit eröffnen, sich im globalen Kreislauf artgerecht zu verhalten, statt auf Kosten der restlichen Schöpfung den Planeten zu plündern und Quadratkilometer für Quadratkilometer unbewohnbar zu machen.
Gerade das alternde Deutschland mit seinen intensiven 2 Jahrzehnten grüner Bewegung hat ein unglaubliches Potential, die weltweite Notwendigkeit für sich und die Nachkommenden in ein glänzendes Geschäft zu wandeln. - Arno Tilsner

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