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- Archiv 2010
- KW 01 vom 06.01.2010
- Mit den besten Wünschen für 2010 melde ich mich an dieser Stelle..weiterlesen
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- Bologna: beim Klang des Namens schwingen ganz unwillkürlich ..weiterlesen
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- KW 17 vom 28.04.2010
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- KW 20 vom 19.05.2010
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- ... "So notwendig und sinnvoll ein öffentlicher Spar-Marathon auch sein kann weiterlesen
- KW 24 vom 16.06.2010
- ... "Einen "Altmeister des Freiheitspathos" nennt Tobias Schwarz Joachim Gauk weiterlesen
- KW 25 vom 23.06.2010
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- KW 26 vom 30.06.2010
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- ... Krieg! Ein Thema, zu dem ich nicht mit Vorliebe schreibe weiterlesen
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[Archiv-Beitrag der KW 29 vom 21.07. 2010]
Presseausweis
Krieg! Ein Thema, zu dem ich nicht mit Vorliebe schreibe. Wenn ich es hier dennoch aufgreife, so nur deshalb, weil mich Petra Conradi gebeten hat, auf zwei Veranstaltungen mit Dr. Monika Hauser hinzuweisen (Ausführliches dazu auf den Seiten 40/41), die für Ihr Engagement beim Aufbau von medica mondiale 2008 mit dem alternativen Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. "medica mondiale ist eine in Deutschland ansässige internationale Nicht-Regierungsorganisation, die sich weltweit für Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten einsetzt." .
Ich weiß nicht, was das Wort Krieg bei jemandem bewirkt, die oder der 1990 geboren wurde, 45 Jahre nachdem auf Deutschland die letzten Bomben gefallen sind. Ich kam gut fünf Jahre nach Kriegsende dazu.
Heute - mit aktuellen Kriegsbildern, Kriegsgeschichten, Kriegsfolgen etc. konfrontiert - halte ich einen Moment inne, orientiere mich, wo ich bin, um heilfroh festzustellen, dass die dünne Decke der Zivilisation uns hier in Deutschland seit 65 Jahren trägt. Wie sehr Frieden eine empfindliche Haut ist, die barbarische Destruktionskraft umhüllt, kann man in unserem Münster-Alltag nicht erkennen. Man sieht die Barbarei erst, wenn der Alltag ins Chaos stürzt.
Als Kinder lebten wir in und mit den Folgen, gezeugt und erzogen von Eltern, die - selbst gerade mal zwischen 25 und 35 - unglaubliche 10 Jahre hinter sich hatten. Die Erklärungen für den Trümmerhaufen blieben dünn. Offensichtlich war vor 1945 viele Jahre vieles falsch gelaufen, in Folge dessen sich Millionen Menschen in einer Gewaltorgie abgeschlachtet haben - auf Befehl!
Hitler, Himmler, Göbbels, Roosevelt, Churchill, Stalin, , ..., Männer, Männer, Männer, die im Auftrag ihrer Hirngespinste ganze Völker in den Krieg schickten. So zeitnah am Geschehen brauchte man keine weiteren Erklärungen, um als Junge nicht so werden zu wollen, wie die.
Aber wie konnte man anders werden, in einer durch und durch mit Befehl, Gehorsam und Gewalt vergifteten Welt? Indem wir uns einen eigenen Sinn und der Zeit einen neuen Geist gaben. So wuchs eine internationale Bewegung für love and peace, ausdrücklich als jugendlicher Aufstand gegen den Krieg. Millionen standen auf, um für einige Jahre der Welt ein friedlicheres Gesicht zu geben.
Das sollte man bedenken, wenn man heute als 40 Jähriger glaubt, die jetzt 60 Jährigen hätten zu ihrer Zeit vor allem den Gebrauch des Drehtabacks geübt.
Wie auch immer, 7 Milliarden Menschen ändern täglich diese Welt. Kriege werden heute abseits der großen Industrieländer geführt, mit aller Grausamkeit und Gewalt.
Dr. Monika Hauser hat es nicht in einer Kölner Arztpraxis gehalten. Sie ist in die Kriegsgebiete gegangen, um an Ort und Stelle Hilfe zu organisieren. Am 28. Juli, zum Auftakt des Weltärztinnenkongresses, kommt sie in die Stadt, um über ihre Arbeit zu berichten und dafür zu werben, ad hoc etwas für den Frieden zu tun. - Arno Tilsner

