Lola
(sirk) Die Philippinen. Bisher unbefleckt auf der Cineasten-Landkarte, von den schönen Schauplätzen in einigen James Bond-Abenteuern oder Reise-Abenteuern und Dokumentationen mal abgesehen. Bis Brillante Mendoza die internationale Filmgemeinde mit seinem in Cannes 2009 preisgekrönten `Kinatay` überraschte. Mit seinem vierten Spielfilm über zwei Großmütter (auf den Philippen liebevoll Lola genannt) setzt der ehemalige Werbefilmer noch einen drauf. Destilliert auf das Grundgerüst, geht es um den würdevollen Versuch, aus einer schlimmen Ausgangslage das Beste zu machen. Aus unterschiedlichen Beweggründen brauchen die beiden älteren Damen Geld. Wie `Kinatay` wird auch hier vom Zuschauer Geduld abverlangt, weil nahezu in Realzeit gefilmt, zäh, ehrlich, ohne Kompromisse. Doch die Geduld zahlt sich aus. Herausragendes Schauspielerkino. Auf dem Nachhauseweg wird man das Gefühl nicht los, eines der besten Dramen des Jahres gesehen zu haben.
Laufzeit: 115 Min.
Philippinen / Frankreich

