Page 11 - pixelbook KW32/2025
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kinokritiken 11
The Fantastic Four:
Furst Steps
(sirk) Ein Team aus vier Wissenschaftlern, ein Ge- schwisterpaar, zwei mit- einander verheiratet, hat nach einem Unfall in den 1960er Jahren im All plötz- lich Superkräfte. Diese stel- len sie in den Dienst der Allgemeinheit. So weit zur Vorgeschichte. Das Thema Familie und Nachwuchs spielt eine große Rolle in der Neuverfilmung des für das Marvel Cinematic Uni- verse (MCU) wichtigen Fantastic-Four-Quartetts. Und sämtliche Darstel-
ler (überzeugend: Pedro Pascal als Superhirn) als auch (TV-)Regisseur Matt Shakman (WandaVision) geben sich große Mühe, im schicken Retro-Design der 1960er so etwas wie ei- ne Faszination für die Fi- guren auf der großen Lein- wand zu entzünden. Leider bleiben letztere sowohl im Zusammenspiel als auch als Einzelfiguren so aalg- latt, dass der Zugang zu ih- nen schwerfällt. Selbst im Moment des "Eltern-wer- dens" im Weltall (!). Kein MCU-Highlight.
116' Cineplex
The Life of Chuck
(jonny) Während sich auf der Welt unerklärliche apokalyptische Ereignis-
se häufen, tauchen in ei- ner US-amerikanischen Stadt plötzlich überall Pla- kate auf, auf denen einem gewissen Charles „Chuck“ Krantz für „39 wunderba- re Jahre“ gedankt wird. Der Weltuntergang rückt im- mer näher und die Dankes- bekundungen für Chuck häufen sich. Das Absurde dabei ist: Niemand scheint Chuck zu kennen... „The Li- fe of Chuck“ ist die Verfil- mung der gleichnamigen, nur fünfzig Seiten langen Stephen-King-Geschich- te. Regisseur Mike Flanag- an hält sich sehr eng an die Buchvorlage und über- nimmt deren raffinierte, rückläufige Erzählstruktur. Die Mischung aus Katast- rophenfilm, dynamischen Tanzszenen und Coming- of-Age-Drama ist an sich sehr erfrischend. Doch was in der kompakten Form ei- ner Kurzgeschichte funk- tioniert, entfaltet auf der großen Leinwand nicht ge- nug Spannung, um über die gesamte Filmlänge hin- weg zu tragen.
112' Schloßtheater
Memoiren einer
Schnecke
(sirk) Triggerwarnung: Kein Film für zartbesaitete Men- schen mit Depression, Ver- lust, Trennung oder sonsti- gen schlimmen Ereignissen im Leben. Fünfzehn Jah-
re nach seinem schwarzhu- morigen Spielfilmde-
büt (Mary & Max) präsen- tiert der australische Ani- mationskünstler Adam El- liot seinen zweiten Knetfi- guren-Streich. Bewährtes, wie die makabre Grund- stimmung und die depres- sive Düsterkeit werden er- neut angemischt mit ei- ner herzerwärmenden Ge- schichte rund um eine un- gewöhnliche Freundschaft. Mit "ich bin nicht immer einsam" beginnt die Erzäh- lung der jungen Grace, die in den 1970er Jahren in Aus- tralien nach und nach beide Elternteile verliert und wie ihr Zwillingsbruder Gilbert bei Pflegeeltern aufwächst. Ein 95-minütiges, detailver- liebtes Kunstwerk von ei- ner schicksalsgeprägten Ge- schwisterbindung, ihren Träumen und Ängsten, sozi- aler Isolation und speziellen Freundschaften. Harte Kost, aber meisterhaft serviert.
115' Cinema
Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast
( jonny) Fast drei Jahrzehnte nach den schrecklichen Er- eignissen von damals leben Julie und Ray zurückgezogen, gezeichnet und traumatisiert von der Vergangenheit. Doch als eine neue Generation den alten Fehler wiederholt, wer- den sie jäh aus ihrem selbst gewählten Exil gerissen. Ava und ihre Freunde ver- ursachen einen tragischen Unfall und entscheiden sich zu schweigen. Bald darauf erhalten sie unheimliche Botschaften und mysteriöse Morde fordern neue Opfer in Southport. In ihrer Ver- zweiflung wenden sich die Teenager an Julie und Ray, die einzigen, die wissen, wie alles begann. Können sie helfen, den Kreislauf aus Schuld und Gewalt endlich zu durchbre- chen? Nach dem Erfolg von „Scream“ wagt sich nun auch das „I Know What You Did Last Summer“-Franchise an ein Legacy-Sequel. Das Ergebnis kann sich durch- aus sehen lassen, doch der Wunsch nach neuen Ideen statt aufgewärmter Erfolge der 90er bleibt.
111' Cineplex

