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kinokritiken 5
    Caught Stealing
( jonny) Hank Thomas war in der Highschool auf dem besten Weg, Baseball-Pro- fi zu werden. Doch dann zerstörte ein Unfall sei-
ne Träume und seitdem fi- nanziert er seinen Lebens- unterhalt als Barkeeper
in New York. Als er zwei zwielichtige Personen da- bei ertappt, wie sie bei sei- nem Nachbarn einbrechen wollen, stellt er sich den Gangstern in den Weg. Da- mit gerät er jedoch selbst ins Visier eines brutalen Drogenrings... Mit „Caught Stealing” lässt Darren Aro- nofsky das New York der 90er Jahre wieder aufle- ben. Das Ergebnis ist ein beeindruckender Spagat zwischen finsterem Acti- on-Thriller und gut getim- ter Komödie. Ein wilder Ritt, der bis zum Schluss Tempo und Spannung auf- rechterhält.
107' Schloßtheater
Wenn der Herbst
naht
(mex) Michelle verbringt ih- ren Ruhestand in einem ge- diegenen Häuschen auf dem Lande. Paris hat sie hinter sich gelassen. Gar- tenpflege, Spaziergänge mit Freundin Marie-Clau- de, mit der sie eine zwie- spältige Vergangenheit teilt und vor allem die Liebe zu ihrem Enkel Lucas machen der alten Dame die größte Freude. Nun soll Lucas die Ferien bei ihr verbringen. Ein feines Ragout aus selbst gesammelten Pilzen wird am ersten Tag aufgetischt aber siehe da, ein giftiges Exemplar lässt den Genuss zur lebensgefährlichen An- gelegenheit werden. Zu- mindest für Michelles Toch- ter Valérie. Unglücklicher Zufall oder Wunschdenken mütterlicherseits? Schon zu Beginn blicken wir in zwi- schenmenschliche Untie- fen, die aktuelle Beziehung zwischen Mutter und Toch- ter hat offensichtlich eine dunkle Vorgeschichte... Von hier aus entwickelt François Ozon sein fantastisch be- setztes Drama zu einem to- xischen, aber doch hoch be- kömmlichen Kinogenuss.
Gangster Gang 2
(sirk) Gut 800.000 Besu- cher haben den ersten Teil gesehen. Mein Kollege, selbst auch Vater, war ei- ner davon und ganz ange- tan vom DreamWorks-Ani- mationshit aus dem Jahr 2022. Im Mittelpunkt steht eine Bande Krimineller, die zufällig auch Tiere sind. Der Nachfolger behält den Schwung des elegant-kan- tigen visuellen Stils bei. Pierre Perifel (auch Re-
gie des ersten Teils) star- tet James-Bond-like mit ei- ner Actionszene, einer Ver- folgungsjagd. Wollten im ersten Teil alle Gangster- mitglieder nach einem misslungenen Coup wie- der rechtschaffen werden, werden sie in der Fort- setzung von einer Frau- engangsterbande reinge- legt und entführt. Allein gelingt ihnen einen Coup nicht. Und irgendwann landet die actionreiche Ge- schichte im Weltall. Zurück zum Katz-und-Maus-Spiel der 80er/90er Jahre also. Bedingt empfehlenswert ab 8 Jahren.
105' Cineplex
In die Sonne schauen
(sirk) Der Blick durch ein Schlüsselloch verheißt oft nichts Gutes. Zumindest nicht im Film. Bei Mascha Schilinski, die die Idee zum Film während eines län- geren Aufenthaltes auf ei- nem Bauernhof in der Alt- mark hatte, werden für junge Frauen und Mädchen Geheimnisse offenbar. Wie verlor der ältere Bruder sein Bein? Warum hört er auf zu schreien, wenn er "in der Mitte des Körpers" massiert wird? Was macht die Mut- ter, wenn sie vor den Fami- lienfotos steht? Schilins-
ki mäandert durch die Zeit, vom Kaiserreich bis heute und erzählt die (meist düs- teren) Geschichten der Fa- milien, die in vier verschie- denen Zeitabschnitten ei- nen Bauernhof in der Alt- mark bewohnen. In erster Linie aus weiblicher Pers- pektive. Anders als bei Ro- bert Zemeckis (ähnliche Idee mit "Here") sind die Einstellungen jedoch nicht auf Hochglanz poliert son- dern offenbaren Angst, Trauer und Traumata - und eben Schlüssellochgeheim- nisse. Ein Meisterwerk. Nicht verpassen!
105' Schloßtheater
155' Cienma
















































































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