Page 29 - Demo
P. 29
na dann... 39/25
29
reske Instrumentalstück. Das kreischende So- pransaxophon von Wayne Shorter setzt ein und dient durchgehend als Leadinstrument, obwohl die Steeldrums und Herbie Hancocks Fender Rhodes E-Piano mehr als nur ein paar mitreißend Momente für sich haben. 7. „Okonkole y Trom- pa“ Dieses gedämpfte Stück bietet Schlagzeug, E-Bass (hier wird Kreativität eingesetzt) und sanfte Bälge eines Waldhorns, was mehr als fes- selnd klingt. 8. „(Used to be a) Cha-Cha“ Wenn die Sache in Fahrt kommt, ist dies eine jazzige Nummer, die stark von Hancocks meisterhaften Klavierkünsten und der Kraft von Hubert Laws‘ Flöten geprägt ist. Pastorius erinnert den Hörer jedoch daran, dass dies sein Album ist, indem er ein knurrendes, funkiges Bass-Solo spielt, das einen großzügigen Teil der ersten Hälfte des Stücks einnimmt. 9. „Forgotten Love“ Schöne Streicher und Klavier beschließen dieses Album, und soweit ich es beurteilen/hören kann, ver- zichtet Pastorius hier aus irgendeinem Grund auf seinen Auftritt. Jaco setzt auf seinem ersten Album als Leader eindeutig auf den elektrischen Ansatz und bedient sich RnB, Neoklassik, Bebop, World Beat, Ambient und einiger eigener Stile. Er mag längst tot sein, aber seine Legende lebt weiter, bewahrt durch Musik, die noch immer mit ihrer zeitlosen Schönheit und Brillanz ver- blüfft und inspiriert. Ähnlich wie Jimi Hendrix und die E-Gitarre gab es den E-Bass vor Jaco und dann den E-Bass nach Jaco.
„Es ist kein Prahlen, wenn man es belegen kann“ ... John Francis „Jaco“ Pastorius.
MEINE top-TEN VON JACOPASTORIUS
1.Jaco Patorius
2.Heavy weather (Weathere Report 3.Bright Size Life (Pat Metheny
4. Black Market (Weather Report
5. Mr Gone (Weather Report)
6. Shadow and Light (Joni Mitchel) 7. Invitation
8. Word of Mouth
9. Mingus (Joni Mitcedll)
10. Night assage (Weather Report
(Honest John, September 2025)
gehauen wäre. Das Album beginnt mit „Donna Lee“. Handpercussion begleitet Pastorius bei einem temperamentvollen Bass-Solo während dieser Interpretation des Bebop-Jazz-Standards. Diese Melodie stammt vom Saxophonisten Char- lie Parker, und sie ist eines der schwierigsten Stücke, die man auf einem Saxophon spielen kann, geschweige denn auf einem Bass. Es geht darum, dass die Finger das tun, was die Zunge begonnen hat. Und das kann ziemlich komisch klingen, wenn es nicht richtig ausgeführt wird, das kann ich Ihnen sagen, denn ich habe das selbst erlebt. Ha, ha, ha! Wie Jaco es schaffte, die kompliziertesten rhythmischen und melo- dischen Phrasen auf seinem Bass so leicht klin- gen zu lassen, werde ich nie verstehen, aber ge- nau das hat er geschafft. 2. „Come On, Come Over“ Das kurze Eröffnungsstück geht direkt in diesen lauteren Track über, bietet Gesang von „Sam & Dave“ sowie jede Menge Soul, gespielt auf einer Vielzahl von Instrumenten. 3. „Conti- nuum“ Über leichtem Schlagzeug und E-Piano erfreut Pastorius den Zuhörer mit einem ruhigen Lead auf seinem sumpfig klingenden Bass. 4. „Kuru / Speak Like A Child“ Ein wildes, avantgar- distisches Klaviersolo läuft über Pastorius‘ wil- den Bass-Groove. Später kommen Streicher- schichten und ein eher Bossa-Nova-Sound hin- zu. Es ist ein exzellentes Musikstück, das die Fähigkeiten des Bassisten als Teil der Rhythmus- gruppe unter Beweis stellt. Unheimlich klin- gende Hollywood-Streicher markieren das Ende des Tracks. 5. „Portrait Of Tracy“ – ein inoffizi- eller Maßstab für Bassisten. Dieses Solo-Bass- stück verwendet natürliche und „künstliche Obertöne“ (Spieltechnik, bei der die Obertöne einer bereits gedrückten Saite erzeugt werden.) sowie normale Noten, sodass es wie mehr als ein Instrument klingt. Für mich geht es bei die- sem Stück nicht einmal um Musik, es geht über die herkömmlichen Technik das Bass-Spiels hi- naus. Diese Melodie vermittelt Emotionen auf höchsterEbeneundschafftmitihrerätherischen Melodie und ihrem vollen, satten Klang eine fesselnde, verträumte Atmosphäre. 6. „Opus Pocus“ Eine avantgardistische Mischung aus Steeldrums, Pastorius‘ funkigem Bass und eini- gen leichten Trommeln eröffnet dieses Pitto-

