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   Perfekt eingespielt
Ohren
schmauch
Na bitte. Geht doch. Nach ein biss- chen Winter folgen gleich ein paar Tage Sonnenschein der Extraklasse. Freut nicht nur Arnos Stromproduk- tion. Nach nicht langer Pause folgt „THIS IS DJ’S CHOCE 6“, zusammen- gestellt je zur Hälfte von den ‚Alt- meistern‘ OONOPS und 2b FUZZY. Die große Rundreise durch diverse Club Styles. Oldschool, Afro, Hip Hop, Downbeat, usw. flüssig hinter- einander zur Entschlackung der Ohren von repetitiven Techno Beats. Wie sie allerdings 14 Tracks auf 1LP ohne Klangverlust montie- ren, muss ich noch herausfinden, mein Promo Stream ist nur 20 Minuten quer durchs Beet. Fein zum Hören, noch besser zum Tan- zen. Die häufigste Besetzung von Jazz Combos ist sicher die Formati- on aus Piano, Bass und Drums. Das MARCO MEZQUIDA TRIO versucht gar nicht erst seine Herkunft zu ver- schleiern. Tempi, Rhythmen und Harmonien, die aus den diversen Variationen Flamenco abgeleitet scheinen, häufig als ‚Fehde‘ die zwi- schen Piano und Bass ausgetragen wird mit dem Drummer, der vorran-
Better than ever
gig als neutraler Schiedsrichter fun- giert und mit seiner vielfältigen Perkussionsarbeit als dezenter aber präziser Taktgeber agiert. „Tical“ klingt quirlig und meist tempo- reich, dazwischen allerdings auch gefühlvoll ausgespielte beinahe Romantik Passagen. Das MARTIN EHLERS TRIO lässt sich da nicht so klar zuordnen. Eindeutig nicht ame- rikanisch, eher die heimische Vari- ante moderner Jazz. Rhythmisch an keine Tradition gebunden, der musikalische Ausdruck vielseitig. Der namensgebende Pianist steht klar im Vordergrund, pendelt zwi- schen klaren Harmonien und tech- nisch anspruchsvoller Handarbeit, seine Kollegen ergänzen, stabilisie- ren und halten auf "Ease" auch bei weiträumigen Ausflügen die Musik im Fluss. Und alle drei zusammen scheuen sich auch nicht, mal gemeinsam zu explodieren, als wären sie eine Rock Band im Kon- zert. Sehr eigenständig und eine echte Alternative zu den hier popu- lären, sehr auf Schönklang zielen- den 3er Combos. Noch ein Trio, aber anders. SUL nennt es sich und musiziert mit portugiesischer Gitar- re, Kontrabass und Piano. Es zitiert aus der Instrumental-Musik Portu- gals großer Komponisten, fügt aber auch eigenen Gewächse hinzu. Klar,
Soul Music ohne Plastik
Portugal ist beinahe immer Fado, auf „Sul Vol. 2“ kommen jedoch noch einige andere Stimmungen zu Wort. Die Tradition respektvoll und zeitgemäß neu präsentiert. Nicht alle ihre Werke habe ich auswendig griffbereit. Aber ich behaupte „Lost Pieces“ ist der bisherige Höhepunkt ihres Schaffens. YOUN SUN NAH erfindet sich nicht neu, sieht setzt ihren eigenen Weg zielsicher fort. Veränderungen in der Band; Gäste an Streichinstrumenten, Marimba und Bläser ergänzen nach Bedarf das Line Up. Ihre selbst geschaffe- nen Songs umkreisen persönliche Themen, allerdings aus unter- schiedlichen Blickwinkeln. Neu sind schräge Gitarren Akkorde (Mathis Pascaud!) elektrischer und Kontra- bass, Streicher und Bläser wo sie Sinn machen und ihren individuel- len Vorstellungen entsprechen. Und: Sie singt reifer und vielseitiger als zuvor. Wie schön! Eine richtige Soul Platte. Ohne Sampling Passa- gen, ohne Beats aus der Dose. ‚Rich- tige‘ Instrumente, vielfältige Har- monien und ein überzeugender Sänger im Vordergrund. SON LITTLE, „City Folk“, dringend empfohlen!
nadann...
Tschüss i.m.trend@muenster























































































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