Von Arno Tilsner, 12.12.2018

Bevor Michael Jung in der nächsten Woche

die 2018er Reihe der Presseausweise mit der letzten Ausgabe des Jahres am 19.12. beschließt, möchte ich mich bei Ihnen/Euch, liebe Leserinnen, liebe Leser, für das andauernde Interesse an der gedruckten na dann... bedanken.

Der 2018er Jahrgang war insgesamt der 38. Wegen der Lage der Feiertage jeweils am Wochenanfang wird es erst am 9. Januar mit dem ersten Heft des 2019er Jahrgangs weitergehen. Nicht nur mit der na dann..., auch bei den Arbeiten an einer Energiewende für die Heftproduktion geht es 2019 in die nächste Runde.

In diesem Sommerhalbjahr haben wir bei der Stromerzeugung und -speicherung aus Sonnenschein große Fortschritte gemacht, ein deutlicher Kontrast zur schmalen Versorgung mit Solarstrom jetzt im Winterhalbjahr. Jede(r), die/der außerhalb der Subtropen auf eine Stromversorgung mit Sonnenenlicht setzt, sieht sich mit dieser halbjährlich wechselnden Herausforderung konfrontiert: Sommer hui, Winter pfui. Als Faustregel kann gelten: wenn Du draußen tagsüber Mantel, Schal, Mütze und Handschuhe brauchst, ist an Deinem Standort beim Solarstrom der Ofen aus bzw. zu Hause an.

Dass Menschen grundsätzlich in der Lage sind, mit Winterengpässen zu Recht zu kommen, zeigen sie z.B. in der Landwirtschaft. Pequeña, unsere Nachbarin in Andalusien ist ihr Leben lang wegen subtropisch gleichmäßiger Sonneneinstrahlung übers Jahr an zwei Kartoffelernten gewöhnt. Auf die Idee, für den Winter einzukellern, kommt sie nicht, weil es zum Winteranfang frische Kartoffeln gibt und Ende März schon wieder.

Bauern in Westfalen wären verrückt, würden sie zu Weihnachten Kartoffeln setzen. Weder (Sonnen-) Licht noch Temperatur geben eine frühe Wachstumsphase her. Also wird in Westfalen einmal im Jahr geerntet und für den Winter eingekellert. Satt werden wir unter den einen wie unter den anderen Bedingungen.

Techniken zur Einkellerung von Überschuss-Energie des Sommers für den Winter haben wir bisher nicht entwickelt. Wir bedienen uns an Bodenschätzen. Vornehmlich Kohle, Öl und Gas, fossile Brennstoffe, die sich in Jahrmillionen unter der Erdoberfläche gebildet haben.

Nun erscheinen vermehrt Studien - über eine las ich gerade heute Nacht - die es für möglich halten, dass unsere Gewohnheit uns schon 2030 zu Klimaverhältnissen wie vor 3 Millionen Jahren bringen könnte. "Der Befund wurde am Montag in einem Bericht der Fachzeitschrift der Nationalen Wissenschaftsakademie der USA (PNAS) veröffentlicht" (Quelle: bluewin.ch).

Eine Katastrophe wäre das zunächst noch nicht, weil die Polkappen auch unter den Bedingungen einer sich verschärfenden Warmzeit einige Jahrzehnte für ein vollumfängliches Abschmelzen brauchen.

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