10.000 fürs Klima. 20.09. 10 Uhr Prinzipalmarkt Münster.

MÜNSTER MUSIC DAYS 3.0/ PAOLO FRESU, RICHARD GALLIANO, JAN LUNDGREN/ DIE ABENTEURER/ Reinhard Repkes CLUB DER TOTEN DICHTER/ CAT EMPIRE/ JAIN/ NICK WOODLAND/ ROSWELL RUDD & HEATHER MASSE/ SIGRID MOLDESTAD

In der nächsten Woche geht’s los! Von Donnerstag (7.4.) bis Sonntag (10.4.) gibt’s hochklassigen Jazz bei den MÜNSTER MUSIC DAYS 3.0 in ebensolcher Umgebung. TINGVALL TRIO, das CECILE VERNY QUARTETT, MATHIAS EICK mit ENSEMBLE und der finnischer Akkordeonist KIMMO POHJONEN mit Begleitung werden das Publikum in ihren Bann ziehen. Obendrauf stellt die Musikhochschule Münster am Freitag zur Eröffnung „Special Guests“ mit NIKOLA MATERNE. Wer schnell genug reagiert, kriegt vielleicht noch Tickets.Alle Details unter www.soundlakecity.de.

Kammermusikalischer Jazz

Ab hier neue Musik. PAOLO FRESU, RICHARD GALLIANO und JAN LUNDGREN haben sich zum 2. Mal ins Studio begeben und ihr „Mare Nostrum 2“ eingespielt. Absolut unaufgeregt, fast meditativ musizieren die Drei miteinander und umeinander herum. Inspirierte Kammermusik in jazziger Intonation mit drei feinsinnigen Menschen.

DIE ABENTEURER nennen sich MULO FRANCEL, PHILIPP STERZER und ANDREAS BINDER, wenn sie gemeinsam auf der Bühne stehen. Jetzt haben die drei Bläser (Sax, Flöte, Horn) eine gute Stunde ihres Live Repertoires auf CD gebannt. Zwischen fast übermütig rhythmischen Kleinwerken und ganz ruhig harmonischen Klängen beherrschen sie das gesamte Spektrum des musikalischen Ausdrucks. Und Humor haben sie auch, m/f höre nur die sehr ausgefallene Variante von ‚I will survive‘.

Wer schon wieder viel zu lange auf eine neue Platte von ELEMENT OF CRIM wartet, kann die Zeit verkürzen mit Reinhard Repkes CLUB DER TOTEN DICHTER. Auf „Charles Bukowski“ intonieren sie mit PETER LOHMEYER am Mikrophon Gedichte eben dieses Herrn. Fein arrangiert und mit Überzeugung vorgetragen. Könnte für mich gern noch etwas eckiger sein, schliesslich liebe ich die Musik von TOM WAITS.

Schnell einmal um die Welt, bevor die Gitarren kommen. CAT EMPIRE sind mir vor Jahren auf einem der interessanten PUTUMAYO Sampler erstmalig untergekommen. Stammen aus Australien und spielen auf „Rising with the Sun“ eine ureigene Mischung aus karibischen Rhythmen und heimischem Lebensgefühl. Ska, Reggae, Merengue, Calypso und Rhythmen, deren Namen ich gar nicht kenne vermengen sie zu ihrer ganz eigenen temporeichen Mixtur. Definitiv sonnenbeschienen!

Mehr neue Töne aus Frankreich

Nicht nur bei uns werden jede Woche neue Talente entdeckt. „Zanaka“ ist das erste Album der jungen Französin JAIN. Genauso lebensfroh und unverbraucht, wie das Debüt von ZAZ. Kann m/f deren Musik im Weitesten aus Chanson und der Musette Musik entwickelt nennen, sind es bei JAIN deutliche Beats und Wendungen aus Soul / Funk und Reggae. Schön und frisch und anders.

Auf dem besten Weg zur Tiefenentspanntheit eines J.J. CALE ist der Wahl-Münchener NICK WOODLAND. Anstelle der Anleihen aus der Country Musik des Erstgenannten, bedient Herr WOODLAND sich auf „Street Level“ gelegentlich an Harmonien der britischen Folk Musik. Mal fast so cool, wie J.J., mal nahe an den Emotionen von WILLY DeVILLE.

Gekonnt ist gekonnt!

Von ROSWELL RUDD habe ich ganz andere Töne erwartet. Stattdessen hat er mit Sängerin HEATHER MASSE plus Gitarrist und Kontrabass ein im allerbesten konservatives Jazz-Vocal-Album aufgenommen. Keine Modernismen, kein Trend, einfach gut ausgesuchte fremde und gekonnt dazu komponierte eigenen Gewächse mit grosser Ruhe und entsprechendem Können in Szene gesetzt. Gekonnt ist eben gekonnt.

Ich verstehe zwar kein Wort, aber ihre aus der norwegischen Folklore abgeleiteten Songs funktioniern bei mir auch so. „Sa ta mitt Hjerte“ enthält auf CD plus Bonus CD die besten Songs der letzten 8 Jahre von SIGRID MOLDESTAD. Wer HANNES WADER’s Volksliederplatten mag, wird die hier lieben. Auch wenn sie neben dem Gesang nicht Gitarre sondern Fidel spielt.

na dann... Tschüß!
i.m.trend@muenster.de

Reinhören & Verlieben
samstags von 11-15.00 Uhr:
Günter’s MUSIK-aPOTHEKE
Breite Gasse 1

Autor: Günter

Archivtexte Ohrenschmauch

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