Zum Werkstattbericht der letzten Woche ist die Frage aufgetaucht, was denn im Bereich der Solar-Energie-Nutzung von uns noch zu entwickeln wäre? Man muss doch nur 10 km über Land fahren, um zu sehen, wie weitreichend frei stehende Gebäude heute mit Solarmodulen gepflastert sind.

So ist es, letzten Sonntag, an diesem wunderschönen Ausflugstag, haben Deutschlands Solar-Dächer tüchtig geliefert. Die vielen Module auf den vielen Dächern hängen in einem gemeinsamen Stromnetz-Netz und brauchen eine Menge Subvention. Die Dach-Strom-Erzeuger/innen im Land handeln nach der Devise: möglichst viel Strom liefern, wenn die Sonne scheint. Im Gegenzug bezahlen die Verbraucher/innen ihnen die Investition. Wenn die Sonne nicht scheint, müssen andere Quellen die Versorgung garantieren.

Die Vereinbarung ist in Ordnung. Ohne sie hätten Solarmodule nicht zu Großserien-Produkten mit dementsprechend niedrigen Preisen entwickelt werden können. Jetzt wird es Zeit, die Subventionen für neue Anlagen zurück zu nehmen, damit sich der Wettbewerb um mehr Effizienz auf kleine, dezentrale Anlagen verlagert, die ohne Netz und ohne Subvention zuverlässig und wirtschaftlich Energie am Ort des Verbrauchs liefern. Dafür brauchen wir Energiespeicher. Aus meiner Sicht müssen das keine großtechnischen Anlagen sein. Ich finde eigene Stromspeicher im Haus gut. Moderne Akku-Technik verwenden wir jeden Tag in Mobiltelefonen, Pads und Laptops. Es gäbe diesen Boom an Mobilgeräten nicht, würden sie mit Blei-Akkus betrieben, die uns wie Backsteine in den Taschen lägen. Längst sind die kleinen Stromspeicher höchst effektiv. Ich tue nichts anderes, als diese Speichereffizienz auf den Hausgebrauch zu übertragen. ---

Raspberry Pi - hohe Intelligenz für 44 Euro

Nachwort: eigentlich wollte ich die Anlage in Spanien erst in Betrieb nehmen, bevor ich hier in Münster eine zweite baue. Weil mein lieber Leser Helmer sich über den Text der letzten Woche so gefreut hat, habe ich beschlossen, mehr Tempo bei der Entwicklung zu machen. Mit Torsten, der so herrlich Elektrik und Elektronik für Fußgänger erklären kann, sprach ich gestern darüber, wie wir einen Raspberry Pi mit ins Boot nehmen, damit er das kleine Kraftwerk steuert und überwacht. Selbstgebasteltes ist meine Leidenschaft, wie man an der na dann… sehen kann. Tatsächlich entsteht allmählich der Gedanke, es auf einem ganz anderen Gebiet noch einmal zu machen.
- Arno Tilsner

Autor:

Archivtexte Presseausweis

Weitere Beiträge 2013