Anfangs haben wir Scherze über die Abhöraktivitäten der Anglo-Amerikaner gemacht. Am besten fand ich diesen: Obama trifft auf seinem Deutschlandbesuch eine Schulklasse. Ein kleines Mädchen spricht ihn an: "Mein Vater sagt, Du könntest in meinen Computer schauen." Mr. Präsident beugt sich zu der Kleinen runter und erwidert: "Er ist nicht Dein Vater".
Leider kann es sein, dass dieser Witz kein Witz ist sondern die Wahrheit, die uns nur aberwitzig vorkommt. Mir ist das Lachen vergangen, als ich dieser Tage las, dass die Amerikaner es für eine nicht verhandelbare Selbstverständlichkeit halten, die 500 Millionen monatlich illegal abgegriffenen Verbindungsdaten alleine von deutschen Bürgerinnen und Bürgern zu Meta-Daten zu bündeln, die auf immer und ewig in ihren Archiven gespeichert bleiben. Geht's noch? möchte man den großen Verbündeten fragen.
Aber wir haben nicht zu fragen. Das Gespräch in dieser Sache führt die Bundesregierung. Frau Merkels Innenminister Friedrich war bei den Amerikanern, die ihn wie einen Schuljungen mit nichts Konkretem in der Hand wieder nach Hause geschickt haben. Was kann man tun? Solange ich nicht weiß, welche meiner Handlungen am Computer für die Ewigkeit gespeichert werden, gehe ich von dem üblen Fall aus, dass es jeder in das öffentliche Netz geschickte Mausklick sein kann. Denn jeder Mausklick im öffentlichen Netz ist mit einer sogenannten IP-Nummer verbunden, die - wohin auch immer ich klicke - es überhaupt möglich macht, mir Informationen zurück zu schicken. Bei dieser unvermeidlichen Eindeutigkeit setzen die anglo-amerikanischen Spionageprogramme an, vor denen uns die Merkel-Regierung wohl nicht schützen will oder kann.
Wenn wir unsere Persönlichkeitsrechte wahren wollen, müssen wir die Sache selbst in die Hand nehmen. Für 7,50 EUR im Monat können wir wenigstens einen Vorhang vor das Fenster ziehen. Lest selbst: "Steganos ist seit über zehn Jahren die Referenz beim Schutz der digitalen Privatsphäre. Gegründet 1997 von drei Schulfreunden in einem Keller in Frankfurt am Main vertrauen heute viele Millionen Nutzer in insgesamt 141 Ländern Steganos-Produkten made in Germany." Wenn es Euch interessiert, lest Ihr hier weiter: http://www.steganos.com/de/unternehmen/profil/ - Arno Tilsner

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