Ich bin gefragt worden, ob hinter dem breiten Raum, den wir Herrn Polenz im Rahmen unserer 'Geht wählen!' Kampagne einräumen, die Absicht steckt, die na dann… langsam aber sicher von bunt alternativ auf schwarz umzufärben.
Meine Antwort: nein! Allerdings ist es so, dass mich über 40 Jahre öffentliche politische Diskussion zu der Erkenntnis gebracht haben, dass schwarz im politischen Farbenspektrum Teil des bunten Bildes ist. Wenn ich einem renommierten Vertreter der CDU, der ähnlich lange öffentlich für seine politischen Ideen wirbt wie ich für meine, eine Seite im Heft für eine Kolumne zur Verfügung stelle, dann bekommt er einerseits eine Möglichkeit, Argumente in das na dann… Umfeld zu tragen, andererseits trägt na dann… auch Argumente in das Umfeld der CDU.

Ich neige heute dazu, die intellektuelle Auseinandersetzung darüber, wohin die Reise der Weltgesellschaft gehen soll, eher sportlich offen als ideologisch verbissen zu führen. Aus diesem Blickwinkel interessiert mich nicht so sehr die Frage, was wir in der nächsten Legislaturperiode tun könnten, sondern was wir tun. Welchen Beitrag wird Europa in seiner Tradition praktischer Vernunft zu einer friedlichen, freundlichen Welt leisten?

Die Bayerischen Motoren Werke (BMW) haben als eine Antwort auf diese Frage 3 Milliarden Euro in die Hand genommen und mit dem BMW i3 ein komplett anderes Auto auf die Räder gestellt. Was hier zunächst technisch klingt ist aus meiner Sicht der nächste Schritt einer grünen Evolution, die die Parlamente verlassen und im Markt Fuß gefasst hat. BMW wagt den Schritt, Elektromobilität aus der Nische einiger 1.000 Zulassungen pro Jahr in die Mitte der Gesellschaft zu stellen. Wohlhabenden, die heute massenweise mit Geländewagen in den Großstadtdschungel einfahren, gibt BWM die Wahl - ohne Abstriche beim Marken-Image - ab November Freude am vernünftigen Fahren öffentlich zu zeigen.

Früher als in den meisten Ländern der Welt entwickelte sich in Deutschland eine grüne Bewegung. Sie ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Als BMW vor 3 Jahren völlig unerwartet aus der Formel 1 ausstieg - weil man keinen Sinn mehr darin sah, jährlich Millionen dafür aufzuwenden, mit kreischenden Benzinmotoren im Kreis zu rasen - da schüttelten viele 'Auto-Experten' nur noch mit dem Kopf.

BMW hat die 3 Jahre konsequent genutzt, um der eigenen Entwicklung eine flüsterleise neue Richtung zu geben.

Ich nutze den guten Kontakt der na dann… zu Münsters Bürgertum und sage: wenn schon schwarz wählen, dann doch bitte grün handeln! - Arno Tilsner

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