Arno Tilsner

Arno Tilsner

Auch in diesem Presseausweis geht es um Energie:
ich beginne mit der dunklen. In Amerika breitet sich seit den Anschlägen des 11. September 2001 Faschismus aus. 4 Eckpunkte, die allen von uns aus Fernsehen, Internet, Zeitungen, Rundfunk etc. in vielen einzelnen Beispielen bekannt sind:

1. Totalüberwachung der Kommunikation der eigenen Bürger/innen und der Menschen in der ganzen Welt.
2. Geheimdienstaktionen zum Anzetteln von Kriegen, die immer neue und immer brutalere Gewalt hervorbringen.
3. Weltweites Morden aus der Luft per ferngesteuerter Drohnen ohne Anklage, Gerichtsbeschluss, Achtung von Menschenrechten.
4. Polizeigewalt gegen die eigene farbige Bevölkerung. Gewalt, die sich selbst dann von Schuld frei spricht, wenn Videobeweise gegen weiße Polizisten erdrückend sind.

Keine gute Entwicklung für ein Land, das sich im Zweifel nur selbst retten kann, weil es für eine Rettung von außen zu hoch gerüstet ist.

Europa sollte sich hüten, den amerikanischen Faschismus zu importieren. Die Erosion der Mittelschicht zeigt den Grad des Klimawandels in der Gesellschaft an. Je weiter die Schere zwischen arm und reich auseinander getrieben wird, um so anfälliger werden Gesellschaften für die Ausbreitung von Gewalt in ihrem Inneren.

Europa wird im demokratischen Prozess von der Basis aus mehr Initiative ergreifen müssen, wenn der Artikel 1. der UN-Menschenrechtscharta mindestens in den Ländern Süd-West-Europas Geltung behalten soll. Zur Erinnerung, der Artikel 1 lautet:
„Alle Men­schen sind frei und gle­ich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Ver­nunft und Gewis­sen begabt und sollen einan­der im Geiste der Brüder­lichkeit begegnen.“
Unmöglich erscheint mir das nicht, diese Menschenrechte tatsächlich zu achten, aber es erfordert deutlich mehr europäische Initiative nach Osten und Westen.

Wenn einigen Millionen am Ende nicht das Wasser bis zum Hals stehen soll, ist neben den Menschenrechten die Energiewende ein vordringliches Thema. In den letzten 10 Tagen habe ich darüber nachgedacht, wie man eine lange Strecke auf der Autobahn mit elektrischer Energie aus Sonnenschein fahren kann. Beim Experimentieren fiel mir auf, wie energiehungrig unsere gewohnte Fahrweise ist. Für 100 Kilometer mit 120 km/h verbraucht unser Kangoo Z.E. 30 kWh. Er hat aber nur 23 kWh an Bord. Nach 75 Kilometern ist Schluss. Mit Tempo 70 fährt er 150 Kilometer. Dieselbe Energie reicht also noch 75 Kilometer weiter. Müssen wir wirklich immer so schnell sein, wie wir es gewohnt sind? - Arno Tilsner

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