Dieser Tage beenden wir den 39. Jahrgang der na dann...

Dieser Tage beenden wir den 39. Jahrgang der na dann... und starten in den 40. Anders gesagt: vier Jahrzehnte jede Woche. Heute läuft das 'Projekt' wie ein Uhrwerk und gibt mir alle Freiheit (außer dienstags), mich anderem zu widmen, das mir am Herzen liegt: solar-wasser-basierte Energiesysteme.

Es reicht nicht, wie gebannt auf die von allen Seiten vorgetragenen Problembeschreibungen einer fortschreitenden Erderwärmung zu schauen. Wir müssen zu einer kohlenwasserstofffreien Energieversorgung (ohne Kohle, Öl, Gas) wechseln. Ich habe in den nächsten Jahren vor, am Beispiel na dann... zu zeigen, wie eine Umstellung gelingen kann.

Als Diplom Pädagoge (Schwerpunkt Erwachsenenbildung) bin ich nach 40 Jahren also doch noch bei meinem studierten Beruf angekommen, denn ich nehme Euch, liebe Leserinnen, liebe Leser, mit in dieses Projekt wie auf eine Bildungsreise. Heute die 1. Lektion: Wasser

Auf dem Bild schaut Ihr in einen 1.000 Liter Wassertank. Diese 1.000 Liter können wir hier in Handorf mit technischen Geräten, die wir besitzen, in 4.000 Stunden (ca. 170 Tage und Nächte, fast ein halbes Jahr) in seine gasförmigen molekularen Bestandteile transformieren, in Wasserstoff und Sauerstoff. Dazu brauchen wir ca. 12.000 Kilowattstunden elektrische Arbeit (umgangssprachlich 'Strom'). Nehmen wir den Ertrag unserer Solaranlage der letzten 12 Monate (4.000 kWh), dauert es 3 Jahre, um diesen 1.000l Tank zu leeren. Wenn wir den Wasserstoff für einen späteren Gebrauch speichern, bekommen wir als elektrische Arbeit (Strom) 2.000 kWh zurück.

Fazit: 3 Jahre Solarstrom sammeln + 6 Monate Wasser spalten = 3 Ausgaben na dann... produzieren. Wenn wir es dabei belassen, gibt es na dann... als Jahresheft, das im Sommer erscheinen muss, weil Heizenergie für den Winter in der Rechnung nicht enthalten ist.

Ich erkläre Euch die saubere, neue Energiewelt an diesem Beispiel, weil es der Stand der Technik ist, über den die Menschheit heute verfügt. Bis zum Monatsheft müssen wir 12-mal effizienter werden. Bis zum sauberen Wochenheft braucht es den Faktor 50. Ich bin froh, dass die na dann... keine Tageszeitung ist.

Autor: Arno Tilsner

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