In dieser Woche vor 18 Jahren... ...wurde das Picassomuseum eröffnet.

Die Stahlrohrskulptur am Stadttheater bekam sogleich den Spitznamen „Picasso-Blitz“, weil den Münsteranern der Name des Künstlers als perfektes Synonym für abstrakte Objekte schlechthin erschien. Einige fanden auch die Architektur des neuen Theaters „total picasso!“ Dass man Picasso 50 Jahre später ein eigenes Museum in Münster widmen würde, hätte damals wohl niemand vermutet.

Pablo Picasso: „Die Maus“, Lithographie, 735.000,- Euro. Oder nur eine dreiste Fälschung?

Doch der Münsteraner Picasso-Sammler Gert Huizinga, der bereits 1950 seinen ersten Picasso kaufte, entschied sich, seine sehr umfangreiche Sammlung von Lithografien des Spaniers einer Stiftung zu übertragen. Die Bilder zogen in den früheren Druffelschen Adelshof an der Königsstraße. Das einzige Picasso-Museum Deutschlands zeigt aber auch wechselnde Ausstellungen anderer Klassiker der Moderne wie Braque, Matisse, Klimt, Nolde, Klee, Chagall, etc.

Wegen der Kompetenz und Expertise des Hauses wird der Leiter Prof. Dr. Markus Müller immer wieder von der Polizei als Sachverständiger hinzugerufen, um Picassofälscher zu überführen. Da Picasso wie wild produzierte, aber seine Werke nur unvollständig katalogisierte, tauchen bis heute angeblich unbekannte Werke auf.

Picasso selbst sagte: „Was ist im Grunde genommen ein Maler? Ein Sammler, der sich dadurch eine Sammlung schafft, indem er malt, was ihm bei anderen gefällt.“

Autor: Carsten Krystofiak

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