In dieser Woche vor 6 Jahren...

...knackte Münster den Lotto-Jackpot.

Der Traum jeden Lottospielers (und das ist laut Statistik jeder Zweite): Man gibt seinen Lottoschein ab und im Computer der Annahmestelle blinkt rot »Zentralgewinn!!!« auf – Jackpot!

Das passierte einem Hobby-Taubenzüchter, der laut »Welt am Sonntag« aus Münster stammte.
Der verdatterte Mann erfuhr im Lottoladen, dass er plötzlich um 20,4 Millionen Euro reicher war.

Dies war bis dahin der größte Einzelgewinn in der Geschichte von WestLotto. WestLotto ist eine Gesellschaft des Landes NRW und eine Tochter der NRW-Bank und führt im Auftrag des Landes Glücksspiele durch. Gegründet wurde WestLotto 1955, dem Jahr in dem erstmals die Ziehung »6 aus 49« stattfand. Die Gewinnwahrscheinlichkeit für 6 Richtige liegt bei 0,000007 %.
Vorher galt das System »5 aus 90«, das sich als zu unattraktiv erwies.

Lange hatte WestLotto zwei Zentralen, eine in Köln und eine in Münster. 1991 wurde die Kölner Leitung ausgelöst und mit der Geschäftsstelle an der Weseler Straße zusammengelegt. Laut Geschäftsbericht machte der Landes-Lottoladen 2008 einen Umsatz von über 1,5 Mrd. Euro.

Unlängst hat WestLotto vom NRW-Innenminister die Genehmigung erhalten, auch »Euro-Jackpot«-Spiele anzubieten. Dieser Euro-Jackpot kann bis zu 90 Millionen Euro enthalten. Das ist für das Glücksspiel-Unternehmen selbst wie ein Sechser im Lotto. Gegenüber dem Oldschool-Lotto soll der Euro-Jackpot außerdem eine höhere Gewinnwahrscheinlichkeit haben, 1 zu 60 Millionen.
Manchmal werden Gewinne nicht abgeholt, dann freut sich der Finanzminister.
Mit solchen Plakaten verstärkte WestLotto den »Fahndungsdruck« auf den unbekannten Gewinner, der seine 8,4 Millionen nicht abholte.

Mit solchen Plakaten verstärkte WestLotto den »Fahndungsdruck« auf den unbekannten Gewinner, der seine 8,4 Millionen nicht abholte.

Autor: Carsten Krystofiak

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