In dieser Woche vor 3 Jahren...

sah Münster den dunklen Fleck

Die Entscheidung der ARD für einen Münster-Tatort machte die Münsteraner so stolz, als ob der SC Preußen Deutscher Fußballmeister geworden wäre. Während sich in Viel-Filmdreh-Städten wie Köln die Anwohner genervt beschweren, wenn Straßen für Aufnahmen gesperrt werden, begrüßten die Münsteraner die Dreharbeiten begeistert. Nun war die ganze Stadt auf die Ausstrahlung des ersten Münster-Tatortes gespannt.

Die Folge ‚Der schwarze Fleck‘ beginnt mit dem Fund einer Moorleiche im Venner Moor. Dann kommen der blasierte Boerne und der brummelige Thiel ins Spiel (»Sie sind kein Freund von Nebensätzen, oder? - Hmnö.«). Auch wenn einige Erbsenzähler monierten, dass hinterm Dom keine Autos fahren oder ein Radfahrer nicht auf dem Prinzipalmarkt und in der nächsten Sekunde am Aasee sein kann - die Krimi-Komödie mit Alberich, Thiels Hippie-Vater und der qualmenden Bass-Staatsanwältin kam bestens an, nicht nur in Münster.

Oh nee! Thiel muss feststellen, dass Boerne sein Nachbar und Vermieter ist...

Seitdem hechtet der Münster-Tatort von Zuschauerrekord zu Zuschauerrekord - zuletzt mit einem Marktanteil von fast 40 %! Kein Wunder: Wer will am Sonntagabend vor einer neuen anstrengenden Arbeitswoche schon verkrachte Kommissare, deprimierendes Sozialelend, ein ratlos machendes Ende und den volkserzieherischen Zeigefinger sehen, bevor er ins Bett geht? Dann lieber lachen mit Liefers...

Oh nee! Thiel muss feststellen, dass Boerne sein Nachbar und Vermieter ist...

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Autor: Carsten Krystofiak

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