In dieser Woche vor 5 Jahren...

wurde die Westfalenpartei gegründet.

Nach dem Krieg fand es die britische Besatzungsmacht praktisch, Rheinländer und Westfalen in ihrer Zone zu einem Bundesland zusammenfassen und nannte es Nordrhein-Westfalen.
Da die Landespolitik in Düsseldorf am Rhein gemacht wird, fühlten sich von Anfang an viele Westfalen benachteiligt, vor allem bei der Vergabe von Landesmitteln.

2009 reichte es einem münsteraner Sportjournalisten: Er gründete eine neue Partei, die den Westfalen mehr politisches Gewicht geben sollte - die Westfalenpartei.
Bei der Landtagswahl 2010 traten »Die Westfalen« mit einigen Direktkandidaten an, allerdings mit übersichtlichem Erfolg.

Das steigende Westfalen-Roß auf der Parteifahne lahmt noch etwas...

Zu ihren politischen Forderungen zählt u.a. endlich eine schnellere Autoverbindung zwischen Münster und Bielefeld. Zudem beklagt die Partei, daß es in Westfalen keinen einzigen Großflughafen gibt, während das Rheinland gleich zwei hat. Die Forderung eines innerstädtischen Tempolimits für Radfahrer (!) wurde nach einem Shitstorm wieder aus dem Programm genommen.

Der Protest gegen den Zentralismus aus Düsseldorf und verstärkte Eigenverantwortung für Kreise und Kommunen fiel besonders in ländlichen Regionen NRWs auf fruchtbaren Boden. Dennoch traten »Die Westfalen« bei den Kommunalwahlen 2014 kaum in Erscheinung. Die Partei besteht weiterhin, aber nur aus wenigen Mitgliedern.

Das steigende Westfalen-Roß auf der Parteifahne lahmt noch etwas...

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Autor: Carsten Krystofiak

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