In dieser Woche vor 33 Jahren...

starteten die Filmzwerge.

Münsters Filmfestival ist eine etablierte Größe unter den deutschen Film-Events. Das europäische Spielfilmtreffen zieht alle zwei Jahre internationale Besucher an. Die Anfänge waren wesentlich bescheidener ...

Die Filmwerkstatt plante einen Kurzfilm-Wettbewerb. Wenn das Wort damals schon erfunden gewesen wäre, hätten die Veranstalter das Ereignis »Kurzfilm-Slam« genannt, so wählten sie den Titel »Filmzwerge«.

Auch aus dem Schloßtheater ist Münsters Filmfestival längst rausgewachsen ...

Die Filmzwerge wurden im Cinema an der Warendorfer Straße gezeigt. Einer der münsteraner Teilnehmer hatte nicht mit dem subversiven Humor seines Co-Produzenten gerechnet. Dieser nahm vor der Premiere noch einige Schnitte an dem Streifen vor und montierte Großaufnahmen weiblicher Geschlechtsorgane in die Handlung. Das linksalternative Publikum, das politische Korrektheit damals sehr ernst nahm, brach in Empörung aus! Feministinnen mit kurzen Henna-Haaren und lila Latzhosen verließen unter lauten Protesten den Kinosaal. Trotz des Eklats (dessen Urheber zu seinem Glück unbekannt blieb) wurde die Veranstaltung insgesamt ein großer Erfolg.

Ständig unter finanziellem Druck wuchs das Festival dennoch zu einem überregionalen Highlight. Inzwischen findet es in jedem zweiten Herbst im Cineplex statt. Neben Kurzfilmen werden heute auch Spielfilme aller Genres mit jeweils einem Länderschwerpunkt gezeigt. Das Rahmenprogramm verleiht Münster einen Hauch von Cannes-Flair.

Auch aus dem Schloßtheater ist Münsters Filmfestival längst rausgewachsen ...

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Autor: Carsten Krystofiak

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