In dieser Woche vor 40 Jahren...

startete das JuWi-Fest.

Im Juni 1975 trafen sich ein paar Jura- und Wirtschaftsstudenten im Innenhof des Juridicums zum Grillen. Der Abend wurde so lustig, dass daraus ein jährlicher Party-Termin wurde. Der Zustrom wuchs von Jahr zu Jahr: Das Uni-Gelände an der Aa quoll über vor gutsituierten Mädels mit blonden Pferdeschwänzen und Jungs mit Familienwappen auf dem Jackett. Zumindest in der Außenwahrnehmung. Darum bekam das JuWi-Fest bekam schnell das Image eines Heiratsmarktes der oberen Zehntausend. Entsprechend rücksichtslos wurde der Kampf um die limitierten Eintrittskarten ausgetragen. Das JuWi-Fest produzierte sein eigenes Klischee.

Zukünftige Richter und Anwälte beim Stagediving neben der Petrikirche.

Doch dann gelang einer neuen Generation des Orga-Teams ein erstaunlicher Wandel.
Mit der Ausrichtung zu bekannten und aktuellen Indie-Musikern wurde die Juristenparty zum zwanglosen Popfestival. Heute treten Acts wie Samy Deluxe im Juridicum auf, daneben Newcomerbands mit Publikums-Voting, inklusive Aftershowparty am Hawerkamp und Kooperationen mit Münsters angesagten Indie-Clubs. Neben dem Vainstream-Festival ist das JuWi-Fest eine Einzigartigkeit: Nämlich ein innerstädtisches Musikfestival mitten in der Stadt.
Das gibt es nur in Münster.

Die Geschichte ist nicht nur ein Beispiel für einen gelungenen Imagewechsel, sondern auch ein Glück für Juristen, die so auch Gelegenheit bekommen, normale Menschen kennenzulernen.

Zukünftige Richter und Anwälte beim Stagediving neben der Petrikirche.

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Autor: Carsten Krystofiak

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