In dieser Woche vor 30 Jahren...

spielten die Ramones im Freibad.

Die Ramones schrieben Musikgeschichte und wurden zum musikalischen Vorbild von Millionen – nur Millionen kassieren konnten sie nicht, weil ihnen nie der kommerzielle Durchbruch gelang. Darum mussten sie ständig touren und auch kleinere Auftritte annehmen. Im Sommer 1985 traten die Ramones im Freibad Hiltrup auf.

Präsentiert wurde die Show vom »WDR-Musik-Convoy«. Dabei spielten die Künstler ein Playback-Set auf einem Truck, das im Vorabendprogramm live übertragen wurde. Moderiert wurde das Ganze von »Rockpalast«-Urgestein Alan Bangs.

Von NYC ins Freibad Hiltrup: Johnny Ramone, übrigens ein großer Verehrer von US-Präsident Ronald Reagan.

Neben den Ramones trat noch eine unbekannte Band namens R.E.M. auf. Die Ramones probten um 15 Uhr einmal ihre Playback-Performance aus vier Titeln des »Too Tough To Die«-Albums. Ein vorgesehenes Live-Interview strichen sie, um stattdessen ein weiteres Lied spielen zu können.

Während die Probe ausgesprochen unmotiviert und lustlos verlief, rissen sich die Ramones beim »richtigen« Set zusammen und lieferten eine professionelle Show, wenn auch zu Musik vom Band. Kein Wunder: Gitarrist Johnny Ramone war dafür bekannt, sich während des Auftretens auf einem seitlich stehenden Fernseher Baseballspiele anzuschauen.

Für die meisten Zuschauer war die Fernsehproduktion allerdings die größere Attraktion als die Punk-Väter aus New York. Von der damaligen Besetzung der Ramones lebt heute nur noch der frühere Schlagzeuger Richie...

Von NYC ins Freibad Hiltrup: Johnny Ramone,
übrigens ein großer Verehrer von US-Präsident Ronald Reagan.

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Autor: Carsten Krystofiak

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