In dieser Woche vor 19 Jahren... wurde der erste Wilsberg ausgestrahlt.

Jürgen Kehrer war Redakteur beim linken „Stadtblatt“, doch seine Leidenschaft galt Kriminalromanen. Also erfand er den Privatdetektiv Wilsberg, der in Münster ermittelt. Die Krimis fanden schnell viele Leser. Darum beschloss das ZDF, die Buchreihe zu verfilmen. In der ersten Folge spielte Joachim Król den kauzigen Detektiv. Ab der zweiten Folge wurde Król durch Leonard Lansink ersetzt. Die erste Folge mit Lansink basierte auf dem Kehrer-Band „In alter Freundschaft“. Es geht um münsterländer Paolbürger-Filz und Korruption beim Bau der Umgehungsstraße. Natürlich eine völlig unrealistische Fiktion...

In seiner ersten Folge war Lansink noch jung, schlank, hatte volles Haar und durfte sogar noch rauchen!

Wilsbergs „Sidekick“ hieß „Manni“, ein nerdiger Stadtverwaltungs-Mitarbeiter, der von Heinrich Schafmeister gespielt wurde. Manni war bei den Zuschauern sehr beliebt, doch die ZDF-Macher fanden die Rolle zu lustig und ersetzten Schafmeister durch Oliver Korritke. Der running gag, dass Wilsberg sich ständig das Auto seines Kumpels leiht (bei Manni war es ein roter Volvo), wurde beibehalten.

Die Serie errang große Beliebtheit und war ein Geschenk für Münsters Stadtmarketing. Dass Münsters Rathaus in den Wilsberg-Krimis im Amtsgericht am Schlossplatz untergebracht ist, sorgt bei vielen Touristen für Verwirrung. Auch das kleine Antiquariat an der Frauenstraße wurde durch die Serie zur Touristenattraktion. Im kommenden Jahr können die Darsteller das 20jährige Wilsberg-Jubiläum feiern.

Autor: Carsten Krystofiak

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