In dieser Woche vor 101 Jahren... ...starb der Höllen-Jupp.

Joseph Bautz kam vom Niederrhein zum Studieren nach Münster. An der „Königlich-preußischen theologischen und philosophischen Akademie“, dem Vorläufer der Westfälischen Wilhelms-Uni, schrieb er sich für ein Studium der katholischen Dogmatik ein.

Besonders interessiert er sich für die Eschatologie, die „Lehre von den letzten Dingen“, also der Wissenschaft vom Glauben an Apokalypse, das jüngste Gericht und Himmel bzw. Hölle.

Papst Benedikt hat das Fegefeuer 2007 offiziell abgeschafft.

Nach seiner Priesterweihe promovierte er und wurde Privatdozent und schließlich Professor an der theologischen Fakultät. Als Eschatologe ging er davon aus, dass sich nach einer Zeit der „großen Trübsal“ das „zweite Kommen Jesu“ ereignet, auf das sich ein „tausendjähriges Reich der Herrschaft Christi auf Erden“ (Milleniarismus) anschließt, das mit dem „jüngsten Gericht“ endet, woraufhin die Ewigkeit beginnt.

Er befasste sich außerdem mit dem „Fegefeuer“, einer Zwischenstation zwischen Tod und Himmel, in der die Seelen erst noch Sünden bereuen müssen, bevor sie in den Himmel dürfen. Seine Thesen machten Bautz in Münster als „Höllen-Bautz“ oder „Höllen-Jupp“ bekannt. Sein Grab ist auf dem Zentralfriedhof.

Autor: Carsten Krystofiak

Archivtexte Zeitzeichen