In dieser Woche vor 304 Jahren... ...verschwand die Sonne.

Dass eine Sonnenfinsternis kein Zorn Gottes ist, sondern etwas mit planetarischen Konstellationen zu tun hat, wusste man vor dreihundert Jahren zwar bereits, aber sicher ist sicher: Münsters Fürstbischof ließ geplante Prozessionen lieber verschieben. Von den Kanzeln der Kirchen warnten die Pfarrer die Münsteraner davor, während des bevorstehenden Himmelsphänomens das Haus zu verlassen.

Nach dem Astronomen Halley wurde u.a. ein Komet benannt.

Dass man überhaupt von der kommenden Verdunklung wusste, war Edmond Halley zu verdanken. Der englische Naturwissenschaftler hatte nicht nur das Datum, sondern auch den exakten Verlauf der Sichtbarkeit von Nordamerika bis Sibirien exakt ermittelt. Es war das erste Mal, dass eine Sonnenfinsternis so genau erfasst und kartographiert wurde.

Dank freundlichen Wetters war das Spektakel gut zu beobachten. Es wurde niemand verletzt oder verhext. Nach etwa vier Minuten war die Sonne wieder wie gewohnt da.

Die nächste spektakuläre Sonnenfinsternis in Münster fand erst im August 1999 statt, als der Mond über 80 Prozent der Sonne verdeckte und tausende Schaulustige auf den Straßen waren, die keine Angst vor dem seltsamen Dämmerlicht hatten.

Autor: Carsten Krystofiak

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