In dieser Woche vor 112 Jahren... ...schlug für Osna der Osnik.

Am 30. April 1906, dem Jahr in dem in Berlin der Schuster Wilhelm Voigt als „Hauptmann von Köpenick“ für Aufregung sorgte, gründeten Schüler des Schlaungymnasiums den „Fußballclub Preußen“, weil Westfalen damals zum Land Preußen gehörte. Deshalb fanden die preußischen Flaggenfarben Schwarz und Weiß neben dem symbolischen Rasengrün Einzug in das Vereinswappen.

Die zwei haben sich lieb - seit 1907

Zunächst hatte der Verein keinen eigenen Trainingsplatz. Der Kommandierende General der Münsteraner Garnison erlaubte den Jungs, an Exerzierfreien Tagen auf dem Truppenparadeplatz Loddenheide zu kicken, aber unter der Bedingung, dass die Tore nach jedem Spiel wieder abgebaut wurden. Später zog der Verein um an die Sentruper Höhe und schließlich an den „Münstermannnplatz“ in der Nähe des heutigen Stadions.

Nach über einem Jahr harten Trainings, fühlten sich die Preußen stark genug, ihr erstes Match zu spielen. Gegner war der FC Osnabrück. Münsters Fußballclub, der sich erst nach dem Ersten Weltkrieg in „Sportclub“ umbenannte, schlug die Osnabrücker mit 5:0 (In Worten: fünf zu null) – der Beginn einer nun über hundertjährigen innigen und gegenseitigen „Freundschaft“…

Autor: Carsten Krystofiak

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