In dieser Woche vor 136 Jahren... ...fuhr die Bahn nach Warstein.

Um den strukturschwachen Raum Warstein an das Schienennetz anzuschließen, gründete der Provinzialverband die Westfälische Landeseisenbahn und eröffnete die Strecke Warstein-Lippstadt, die schließlich über Beckum bis nach Münster verlängert wurde.

Neben dem Gütertransport entwickelte sich der Personenverkehr zunächst rasant. Aus den Umlandgemeinden von Abersloh bis Wadersloh fuhren viele Fahrgäste nach Münster „in die große Stadt“.

Neben dem Gütertransport entwickelte sich der Personenverkehr zunächst rasant. Aus den Umlandgemeinden von Abersloh bis Wadersloh fuhren viele Fahrgäste nach Münster „in die große Stadt“.

Ob Wolbeck dann auch wieder einen Bahnhof bekommt?

Doch mit dem Wachstum des individuellen Autoverkehrs ab den 1950er Jahren konnte die Bahn nicht mithalten. 1975 wurde der unrentable Betrieb eingestellt. Seit 2006 gab es verschiedene Vorstöße für eine Reaktivierung. Daraus entstand die Initiative zur Wiederbelebung des Streckenabschnittes Sendenhorst-Münster.

Doch dagegen formierte sich speziell in Wolbeck einiger Widerstand: Gleisanwohner fürchten nun um ihre Ruhe. Doch die für die Entlastung der Straßen drinend nötige Neu-ertüchtigung der Strecke kommt unausweichlich. Die notwendigen Mittel sind bereits freigegeben. In etwa fünf Jahren sollen wieder Persönenzüge im Zwanzig-Minuten-Takt von Münster über Albersloh nach Sendenhorst fahren.

Autor: Carsten Krystofiak

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