In dieser Woche vor 2 Jahre… sperrte FB das Picassomuseum

Facebook Sperre

„Du hast gegen Gemeinschaftsrichtlinien verstoßen und kannst 30 Tage nichts posten.“ Die Mitarbeiter des Picasso-Museums waren fassungslos! Die Facebookseite der Münsteraner Kunstsammlung war gesperrt. Wegen anstößlicher Inhalte! Was war los?

Ein kleiner Videoclip als Teaser für die kommende Ausstellung des Expressionisten Marc Chagall enthielt Bilder von Gemälden mit nackten Damen. Irgendein Bot oder bildungsferner Zensor hatte das als Pornographie gewertet und das Profil des Museums dichtgemacht.

Was tun? Der Versuch, mit dem intransparenten Konzern zu kommunizieren, ist so gut wie aussichtlos, wie Nutzer wissen. Dann die Überraschung: Auf eine Beschwerde hin wurde die Seite nicht nur wieder freigeschaltet, sondern das Museum erhielt einen persönlichen Anruf mit einer Entschuldigung!

Für das Museum erwies sich die Sperre allerdings als Glücksfall: Die Medienberichte über den kuriosen Fall bescherten der Ausstellung viel Aufmerksamkeit und zahlreiche Kunstliebhaber solidarisierten sich mit dem Picassomuseum, was die Besucherbindung stärkte.

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