In dieser Woche vor 5 Jahren… wurde der Goldpavillon receycelt.

Während der vierten Skulpturenausstellung 2007 war der begehbare Goldene Kubus vor dem Hintereingang des Landesmuseums der erste Anziehungspunkt für Besucher. Der zwölf Meter hohe Pavillon mit der gelochten Messinghaut beherbergte für drei Monate die Touristeninformation der Skulptur-Projekte.

Entworfen hatten das Objekt zwei Münsteraner. Nach der hunderttägigen Skulpturenschau sollte der Kubus eigentlich demontiert und die Messingbleche eingeschmolzen werden. Doch dann entdeckte ein Hamburger Unternehmer den Pavillon und kaufte ihn.

Goldpavillon

In der Hansestadt an der Elbe verschwand der originelle Bau zunächst in einem Depot. 2015 erstand er wieder auf: auf einem Ponton an der Norderelbe. Dort ist er seitdem die Attraktion des schwimmenden Cafés von Entenwerder, direkt gegenüber der Werft.

Der Tidenhub hebt und senkt den Goldpavillon alle sechs Stunden um rund drei Meter. Im Hintergrund ragt die Elbphilharmonie auf. Kein Wunder, dass die Hamburger die Konstruktion aus Münster lieben. Wer den Goldkubus mal wiedersehen möchte, weiß jetzt, wo er ihn findet…

Autor: Carsten Krystofiak

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