In dieser Woche vor 6 Jahren…

…stellte Windscheid den Plan vor.

Mit einer E-Mail wandte sich der Bruder des später bekannt gewordenen Leon Windscheid, Johannes Windscheid, an die Stadtillustrierte Ultimo und schlug einen Interviewtermin vor, denn „mein Bruder, ein Freund und ich träumen davon, ein umgebautes Boot als Kultur- und Begegnungsstätte auf dem Kanal und insbesondere im Hafen zu betreiben.“

Die Redaktion fand das Vorhaben durchaus spannend und ein Reporter führte das Interview telefonisch durch. Der etwas skeptische Interviewer gab zu Bedenken, dass für die Genehmigung eines Partyschiffes im Hafen gleich drei Behörden zuständig seien: Die Stadtverwaltung, die Hafenmeisterei und das Wasser- und Schiffahrtsamt. Die Idealisten erklärten, entsprechende Anfragen bereits gestellt und darauf „weitgehend positive Rückmeldungen erhalten“ zu haben.

Auf die Frage nach der Finanzierung von Schiff und qualifiziertem Schiffspersonal gaben sich die angehenden Jungunternehmer noch bedeckt: Man habe aber bereits einen Plan…Wenn sie dem Interviewer erzählt hätten, dass der Plan darin bestand, nur noch eben die Million bei Günther Jauchs Fernsehquiz gewinnen zu wollen, hätte der Redakteur das Gespräch wohl beendet und die drei als Spinner abgetan.

Der Rest ist Geschichte: Leon Windscheid gewann die Million und die MS Günther tuckert bis heute über den Kanal…

Autor: Carsten Krystofiak

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