Von Carsten Krystofiak

In dieser Woche vor einem Jahr…

…ging’s am Aasee rund!

Eine laue Sommernacht plus Lockdown-Langeweile plus Pubertäts-Hormone plus Alkohol: das ergab im letzten Juni einen brodelnden Cocktail!

Mit dem, was sich an zwei Wochenendnächten an Münsters Aasee entlud, beschäftigte sich anschließend das Landesinnenministerium in Düsseldorf. Oberbürgermeister und Polizeipräsident besichtigten sprachlos das Schlachtfeld.

Team Polizei in der City

Bunken von auswärts („Junge Männer“) hatten einen Ausflug nach Münster unternommen. Bewaffnung Team Bunken: Steine, Flaschen, Böller; Bewaffnung Team Polizei: Pfefferspray. Ergebnis: Körperverletzung, Sachbeschädigung, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Widerstand, versuchte Gefangenenbefreiung, Beleidigung, Landfriedensbruch und Diebstahl. Außerdem 20 Platzverweise, 85 Fällen Bußgelder wegen Verkehrsverstößen und 10 Verfahren wegen Wildpinkelns.

Nachdem die Polizei die Aaseewiesen geräumt hatte, trieb sie die Bunken die Aegidiistraße hinauf. Schlechte Strategie: Die Asis liefen in die City, demolierten Fahrräder, Autos und Blumenkübel. In den Medien folgten bestürzte Kommentare, Klickfutter-Clips und das übliche Soziologen-Blabla.

Die Polizei lernte dazu und fing an den nächsten Wochenenden anreisende „junge Männer“ gleich an den Einfallstraßen ab, erteilte Münster-Verbot und schickte sie prompt zurück. Ende des Monats war wieder Ruhe.

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