In dieser Woche vor 17 Jahren... stieg Münster in die 1. Club-Liga auf.

In dieser Woche vor 17 Jahren... stieg Münster in die 1. Club-Liga auf.

Das Hotel Kronenburg an der Hammer Straße machte in den 1970er und -80er Jahren als linke Kommune Schlagzeilen. Doch zum Gebäude gehörte auch eine Animierbar. Hinter der schwarzen Tür mit dem Guckloch ließen sich einsame Herren in plüschigen Separées zum Spendieren von überteuertem Schaumwein hinreißen.

Der erste White Russian in der Stadt! Die »Käsewand« gehörte zu den Markenzeichen der Lunabar.

Dann zog Peter „Pitti“ Duyster von Duisburg nach Münster und traf auf den Möbelrestaurator Michael Sulzbacher, der plante, in die Gastronomie einzusteigen. Das Duo übernahm den Pachtvertrag und aus der Kronenburg-Bar wurde die Luna-Bar. Ansonsten änderte sich nicht viel, denn die Erhaltung des Inventars aus den Sechziger/Siebziger Jahren gehörte zum Konzept. Nur das Nackttanz-Podest wurde zum DJ-Pult.

Beim Aufräumen fanden die neuen Betreiber in den Sofaritzen den Personalausweis eines Geschäftsinhabers von der Hammer Straße. Dieser war jedoch nicht erfreut, als seine neuen Nachbarn den Ausweis in hilfreicher Absicht in Gegenwart seiner Ehefrau im Geschäft abgaben...

Münsters Szene aber stand Kopf, denn die Lunabar katapultierte Münster mit einem Schlag in die Club-Gastronomie-Liga von Berlin und Hamburg. Hier bekam man sogar den Cocktail „White Russian“ aus dem damals gerade gestarteten Film „The Big Lebowski“. Heute ist die Lunabar Münster-Geschichte.

Der erste White Russian in der Stadt! Die »Käsewand« gehörte zu den Markenzeichen der Lunabar.

Fr. 8. Januar 2016, 20 Uhr
Landesmuseum Domplatz
Münstergeschichten mit
Carten Krystofiak live!

Autor: Carsten Krystofiak

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