Von Carsten Krystofiak

In dieser Woche vor 2 Jahren…

…brannte im Stadthaus die PR-Hecke.

Im Mai flog der Kinderschänderring in der Kinderhauser Kleingartenanlage auf und der Haupttäter Adrian V. wurde verhaftet. Erst Anfang Juni unterrichtete der Chef der Münsteraner Wirtschaftsförderung den Oberbürgermeister lapidar davon, dass er den Täter übrigens persönlich kenne! Er habe diesem viermal seine Ferienwohnung in Belgien zur Übernachtung zur Verfügung gestellt!

Kollateralschaden im Kinderschänderprozess…

In der Stadtverwaltung schrillten alle Alarmglocken: Um eine PR-Kernschmelze zu verhindern, musste Wirtschaftsförderungschef Robbers schnellstens entsorgt werden. Robbers war außerdem geschäftsführend in mehreren Münsteraner Unternehmen tätig, u.a. in der Technologieförderung Münster und dem Gewerbepark Loddenheide.

Der Geschasste fiel aus allen Wolken, schließlich habe er doch mit dem Missbrauch nichts zu tun. Obwohl die Staatsanwaltschaft auch keinerlei Anfangsverdacht gegen ihn sah, wurde in der Lokalpresse zitiert, er verweigere jede Aussage. Ein Gerichtssprecher sagte der Zeitung, eine Hausdurchsuchung bei Robbers sei nicht nötig. Die Verwaltung kam medial mit einer Schramme davon.

Bühne frei zum letzten Akt dieses Dramas um mangelnde Transparenz und verunglückte Kommunikation: Robbers verklagte die Stadt – aber nicht wegen der fristlosen Entlassung, sondern wegen Rufschädigung. Rechenaufgabe: Beziffere den Ruf eines Münsteraner Wirtschaftsförderers in Euro…

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