Von Carsten Krystofiak

In dieser Woche vor einem Jahr…

…erschien die Doku.

Die Dokumentarfilmerin Eva Wolf begleitete über drei Monate Beamte des Münsteraner Polizeipräsidiums am Friesenring mit der Kamera – am Schreibtisch, auf Streife und beim Einsatz. Das Ergebnis ist die Doku „Die Wache“.

Der 90minütige Film zeigt Münsteraner Polizisten bei der Arbeit von der Früh- bis Spätschicht. Laura, Kim, Nadine, Christopher, André und Jürgen nehmen u.a. einen Einbrecher fest, greifen bei häuslicher Gewalt ein und verhaften einen Messerstecher. Die Aufnahmen sind nicht gestellt, keine „scripted reality“, sondern authentisch. Obwohl die Behörde bemüht war, sich positiv zu präsentieren, ist „Die Wache“ kein Imagefilm geworden.

Die größte Hürde für das Filmteam war – neben dem Warten auf die Genehmigung des Innenministeriums – Polizisten zu finden, die sich filmen lassen wollten. Die meisten winkten ab aus Furcht, negativ dargestellt oder privat angefeindet zu werden.

Polizeiarbeit ist ganz schön anstrengend…

Deutlich wird in den Szenen am Bispinghof oder auf dem Hohen Heckenweg das Spannungsfeld zwischen Herausforderung (z.B. durch einen aggressiven Randalierer) und engen Befugnisgrenzen.

Premiere hatte der Film im Schloßtheater, danach wurde „Die Wache“ bei 3-Sat ausgestrahlt und blieb einige Zeit in der Mediathek. Jetzt kann man die Doku bei kino-on-demand.com ausleihen.

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