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 na dann... 12/25
presseausweis 3
Inhalt
Presseausweis 03 Kino 04–13 Webguide 06 Ohrenschmauch 14 Veranstaltungen 15–31 Kleinanzeigen 34–67 Ständ. Termine 56–59
Was bedeuten das klei- ne [K] und [F] in der ge- drucken na dann. 61 62 (als Kleinanzeige)
Die na dann in meinem Supermarkt 63
Kleinanzeigenannahme
für private und nicht- private Kleinanzeigen:
Tel. 0251 2705177 per Mail an buchhaltung@nadann. de oder online auf www.nadann.de / Abgabe bis Di, 12 Uhr
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na dann... Wochenschau für Münster – kostenlos Herausgeber: DVV, Druck- Verlags und Vertriebs-ge- sellschaft mbH Gildenstraße 8b
48157 Münster-Handorf
Anzeigenredaktion
(und für schwierige Fra- gen, Beschwerden, nette Gespräche):
Uli Wiemann, uli@nadann.de
Tel. 0251 321040
V.i.S.d.P.: Arno Tilsner www.nadann.de
Auflage dieser Ausgabe:
10.000 Exemplare
    Ich denke immer wie-
der an einen ehema-
ligen Freund, der mir mal
den Satz sagte: Müns-
ter ist eine kleine Stadt
mit großen Befindlich-
keiten. Ich denke immer
an diesen Spruch - und
übrigens auch an Dich,
Kristian - wenn mir wie-
der einmal etwas auf-
fällt, das so Münster-
typisch ist, das man den
Kopf schüttelt über die vorgebliche In- sel der Glückseligen, auf der alles bit- te so laufen soll, wie immer - und auf der kleine Abstriche an der Glückselig- keit (oder sagen wir: Bequemlichkeit) eine mittlere Katastrophe bedeuten.
Das jüngste unfassbare Beispiel von Willkür und Chuzpe und menschen- feindlichen Gebaren eines Unterneh- mens (na, was kommt jetzt für ein Un- geheuerlichkeit?):
Die Schnellbusse haben ihre End- station künftig am Bahnhof.
Sie fahren nicht mehr ein paar hun- dert Meter weiter bis zur Haltestelle Eisenbahnstraße und Bült.
Skandal, rufen einige Politiker. Skan- dal auch, dass sie nicht vorher darüber informiert wurden.
Schauen wir uns das doch mal an: Die Schnellbuslinien von Olfen, Not- tuln und Lüdinghausen nach Müns- ter und zurück gibt es seit Jahren. Sie halten nicht an jeder Milchkanne, son- dern bringen vornehmlich Berufspen- dler zügig aus der Peripherie in die In- nenstadt. In Münster halten sie am Bahnhof, an der Eisenbahnstraße und am Bült. Aber demnächst nicht mehr; am Bahnhof ist Endstation. Wen stört das eigentlich?
Vielleicht die vielen Be- schäftigen des Land- schaftsverbandesWest- falen-Lippe, die mit dem Schnellbus doch lieber direkt bis auf die ma- jestätischen Eingang- streppe gefahren wer- den würden. Auch die Volksbank ist ver- schnupft. Ihre Erreich- barkeit werde einge- schränkt, klagt sie. Denn
Ihre Hauptstelle ist direkt am Bült. Der Volksbank wäre es vermutlich am liebsten, wenn die Busse direkt in der Schalterhalle halten würden.
Münster und seine Busse. Seit Jahr und Tag drängen sie sich durch die chronisch überfüllte Innenstadt, ver- pesten den Prinzipalmarkt, sorgen für gefährliche Enge am Michalisplatz und am Marktcafé. Es ist völlig unverständ- lich, dass das in der piekfeinen guten Stube Münsters noch immer geduldet wird. Dieses Thema ist übrigens mein ganz persönliches „ceterum censeo...“
Und die Schnellbusfahrer? Sind sie vielleicht froh, dass sie nicht mehr an der überfüllten Eisenbahnstraßen- kreuzung halten müssen? Dass sie sich nicht mehr in den völlig überlasteten Bült quengeln müssen mit seinen Tau- senden von Menschen und Abertau- senden Autos jeden Tag? In eine Straßel die von ihrem Querschnitt her eher für Postkutschen geplant wurde?
Der Verkehrsausschuss der Stadt Münster hat jetzt eine Sondersitzung einberufen. Ein Stück vom Glück ist in Gefahr. Und man wurde nicht gefragt.
Ich wohne übrigens zurzeit in ei- ner Gegend, in der oft stundenlang gar kein Bus fährt. – Stefan Bergmann
Presseausweis
           





















































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