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presseausweis 3
Inhalt
Presseausweis 03
Kinokritiken 04–10
Webguide 04
Ohrenschmauch 11
Veranstaltungen 12–27
Kleinanzeigen 28–59
Was bedeuten das klei- ne[K]+[F]inderge- druckten na dann?
29, 06 (als Kleinanzeige)
Ständ. Termine 50–53 Kleinanzeigenannahme
für private und nicht- private Kleinanzeigen:
Tel. 0251 2705177 per Mail an buchhaltung@nadann. de oder online auf www.nadann.de / Abgabe bis Mo., 12 Uhr
Impressum
na dann... Wochenschau für Münster – kostenlos Herausgeber: DVV, Druck- Verlags und Vertriebs-ge- sellschaft mbH Gildenstraße 8b
48157 Münster-Handorf
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(und für schwierige Fra- gen, Beschwerden, nette Gespräche):
Uli Wiemann, uli@nadann.de
Tel. 0251 321040
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Auflage dieser Ausgabe:
10.000 Exemplare
    Presseausweis
     Nächste Woche ist Kom- munalwahl. Nicht nur in
Münster, aber auch. Re-
alistisch gesehen haben
nur drei Kandidaten (üb-
rigens: gendern muss
man hier nicht. Alles
Männer) eine Chance:
Georg Lunemann (CDU),
Tilman Fuchs (Grüne)
und Stephan Brinktrine.
Alles erfahrene Münste-
raner, was kann da schon schiefge- hen, könnte man meinen?
Bis vor kurzem hätte dieser Satz schon stehenbleiben können. Bis die Grünen - wie so oft kurz vor irgendei- ner Wahl - plötzlich die Verbotskeule rausholen und zum Eigentormeister werden. Klingt erstmal super, was sie fordern: Keine Versiegelung mehr in Münster, sondern jeder Quadratme- ter, der bebaut wird, muss irgendwo entsiegelt werden. Spielen wir das mal durch: Ich baue ein - durch die den Münster-1A-Gold-Zwangsstan- dards elendig teures - Haus in Grem- mendorf. Und tags darauf kommt ein Bagger und holt das Kopfsteinpfla- ster aus dem Prinzipalmarkt, kurze Zeit später sprießen dort Blumen.
Alles palletti also. Aber so dürfte TilmanFuchsesnichtgemeinthaben. Aber wie dann?
In einer Stadt, in der es zu wenig Kita-Plätze gibt, in manchen Schulen das Wasser durch die Decke tropft, deren Innenstadt eingenebelt wird von Dieselruß-spuckenden Bussen (und das im Elektrozeitalter), in der sich selbst eine gut verdienen- de Familie kein Haus mehr leisten
kann, in der Studenten abgezockt werden mit Hunderten von Euro für eine Kaschemme, in der viele Radwege marode sind, in der die Stadt- verwaltung wächst und wächst aber doch jeder den Eindruck hat, dass man auf alles und jedes Monate warten muss - da ist es natürlich wich-
tig, Blumen zu pflanzen.
Ja, ist es in der Tat. Aber Münster
hat sich immer noch nicht dran ge- wöhnt, dass es eine echte Großstadt ist und Großstadtprobleme hat. Und ein neuer Oberbürgermeister muss sich daran messen lassen, ob er das erkennt und sie anpackt.
Auch die Münster-Wirtschaft sieht das so. Und bei der Vorstellung ihrer acht Forderungen für nach der Wahl schießt sie gleich einen vergifteten Pfeil Richtung Markus Lewe: „We- niger moderieren, mehr anpacken!” fordert sie.
Das ist wohl - noch immer - eines der Grundprobleme der Stadt: Es wird viel wegmoderiert, weggelä- chelt und vor sich her hergeschoben - beseelt vom Münster-Gefühl, dass man auf gut Kölsch wohl so be- schreiben könnte: Et is noch immer jot jegange!
Es wird nicht weiter gutgehen. Münster hat existenzielle Probleme. Und der neue Bürgermeister muss diese ehrlich benennen. Und wenn er schlau ist, vor der Wahl.
Wie wär’s mit einem Acht-Punkte- Plan? – Stefan Bergmann
          


















































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