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Antwort auf den Gastbeitrag/Presseausweis von Ruprecht Polenz in der nadann vom 18.09.2025
Ruprecht Polenz versucht mit seinem Gast- beitrag dem grünen OB-Kandidaten eine „Vollbremsung für den Wohnungsbau“ zu un- terstellen, die nicht den Tatsachen entspricht. So soll Tilman Fuchs angekündigt haben: „Wer künftig neue Flächen bebaut, soll an anderer Stelle in gleichem Umfang Flächen entsiegeln.“ Für Polenz droht damit, dass ein Bauherr, der einMietshausbauenwill,ersteinmalananderer Stelle eine entsprechend große Fläche kaufen und entsiegeln muss. Das ist vollkommen falsch. Weder fordern das Tilman Fuchs oder die Grü- nen in Münster, noch gibt es dafür rechtliche Handhaben in der Bauordnung NRW oder im Baugesetzbuch des Bundes.
Tilman Fuchs unterstützt das Ziel einer klimaschonenden und flächensparenden Kreislaufwirtschaft, er ist aber nicht Erfinder der sogenannten „Netto-Null-Versiegelung“. Sie ist vielmehr das erklärte siedlungspolitische Ziel der schwarz-roten Bundesregierung und der schwarz-grünen Landesregierung von Nordrhein-Westfalen.
Das Bundesumweltministeriums schreibt dazu: „In der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, den täglichen Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrs- fläche in Deutschland von heute rund 51 Hektar pro Tag bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag zu reduzieren um bis zum Jahr 2050 einen Flächenverbrauch von netto Null im Sinne einer Flächenkreislaufwirtschaftzuerreichen. ...Wegen seiner Relevanz für den Klimaschutz (CO2-Senken) bildet das Ziel der Flächenkreislaufwirtschaft zu- dem ein wichtiges Element des Klimaschutzplans 2050 der Bundesregierung.“
Die schwarz-grüne NRW-Landesregierung unterstützt „Netto-Null“ als langfristiges Ziel der Entwicklung der Siedlungsflächen. Auf dem Weg dahin will sie den Flächenverbrauch in NRW „zeit-
nah“ auf 5 ha täglich senken (Entwurf für die 3. ÄnderungdesLandesentwicklungsplansNRW). Tilman Fuchs macht sich diese Zielsetzungen zu eigen – nicht mehr und nicht weniger. Polenz ignoriert sie und setzt auf Unterstellungen,
Halbwahrheiten und Fake-News.
Auch die Behauptung, mit den Grünen ver-
zögere sich die Planung neuer Wohngebiete, ist falsch.ImKommunalwahlprogrammderGrünen heißt es z. B.: „Münster wird auch in den kom- menden Jahren weiter wachsen, voraussichtlich um 10.000 Menschen bis 2033. ... Das Wachstum innerhalb unserer Stadt ist notwendigerweise begrenzt. Zugleich ist die Verlagerung des Wachstums in Münsters Nachbargemeinden mit ihrenhöherenFlächenbedarfenundwachsenden Pendelverkehren für uns keine Alternative. Wir werden daher weiterhin die Weichen für ein nachhaltiges und gesteuertes Wachstum der Stadt Münster stellen.“ IchwünscheMünster,dassdie„MethodePolenz“ bei der Stichwahl am 28.09. nicht funktioniert. Ihr Gerhard Joksch
  Gerhard Joksch
Als Münsters Stadtbaurat hat Gerhard Joksch von 1998 bis 2006 die Stadt mitgeprägt. 2009 zog der Diplom-Ingenieur der Raumplanung erstmals für die Grünen in den Stadtrat ein und gehörte diesem bis 2020 an. Seit 2015 war Joksch zusätzlich ehrenamtlicher Bür- germeister. Er ist als freiberuflicher Planer und Berater tätig.























































































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