Page 6 - pixelbook KW09/2025
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6 kinokritiken (mehr unter www.nadann.de/rubriken/kino/filmsuche/)
na dann... 09/25
The Monkey
(jonny) Zwei Zwillings- brüder finden einen altes Spielzeugäffchen auf dem Dachboden ihres Vaters und damit zieht der Terror in ihr Leben ein. Zwar schaffen die Brüder es, den mörderische Affen loszuwerden, doch die Beziehung der Zwillinge ist nachhaltig gestört und als Erwachsene haben
sie sich vollständig von- einander entfernt. Erst
als der Horroraffe wieder auftaucht und das Blut- vergießen erneut seinen Lauf nimmt, müssen die Brüder sich versöhnen,
um dem Spuk endgültig ein Ende zu bereiten...
"The Monkey" basiert auf einer Kurzgeschichte von Stephen King. Regisseur Oz Perkins verfilmt den Stoff als tiefschwarze Horrorko- mödie mit einigen saftigen Splattereinlagen die es
in sich haben. So richtig ernst ist es Perkins dabei mit seinen Figuren aber nicht und er opfert seine mühevoll aufgebauten Charaktere immer wieder für den nächsten Gag und lässt stattdessen Chaos walten.
98' Cineplex
Pfau - bin ich echt?
(sirk) Eine coole Idee: Mat- thias (Albrecht Schuch) be- treibt gemeinsam mit sei- nem besten Freund (Anton Noori) die Rent-a-Friend- Agentur My Companion. Die Dienstleistung besteht darin, Begleiter*innen für jeden Zweck anzubieten: Ob kultivierter Freund
für ein Gartenkonzert
oder perfekter Vater mit Traumjob beim Berufe-Tag in der Schule ... Matthias schlüpft mühelos in jede Rolle. Seine guten Bewer- tungen haben aber einen Haken: Matthias reales
Ich verblasst zunehmend hinter der Fassade seiner beruflich verkörperten Kunstfiguren. Bald ist nicht nur seine Partnerin (Julia Franz Richter) genervt. Der trockene Humor von Regis- seur Bernhard Wenger und das Talent von Albrecht Schuch verhelfen dieser ideenreichen Satire über unsere Dienstleistungs- gesellschaft samt interes- santer Fragen zum Thema fragile Männlichkeit über den Durchschnitt. Sehens- wert.
103' Cinema
Bird
(mex) Bailey ist 12, Halb- bruder Hunter ein paar Jahre älter und Vater Bug, ein cholerischer und in Er- ziehungsfragen hoffnungs- los überforderter Kinds- kopf, der sich durch die mutmaßlich halluzinoge- nen und definitiv schleimi- gen Ausscheidungen einer frisch erstandenen Kröte auf dem Weg zum „gro- ßen“ Geld wähnt, in seinen späten Zwanzigern. Soviel zu den numerischen Eckda- ten der Familienverhältnis- se. Das Leben ist hart und rau in der heruntergekom- menen Vorstadt, Entbeh- rungen und Gewalt stehen auf der Tagesordnung, die Kindheit scheint für Bailey schon lange beendet. Doch trotz aller Streitereien und Unsicherheiten strahlt das Mädchen eine kraftvolle Ruhe aus und wird für das Publikum sowohl zur fas- zinierenden Hauptperson als auch zur zuverlässigen Beobachterin der Szenerie. Und dann „erscheint“ ihr buchstäblich ein Mensch namens Bird... Ganz starkes Kino der britischen Regis- seurin Andrea Arnold („Fish Tank“).
115' Cinema
Flight Risk
(sirk) Ein Gefangenen- transport mit Tücken. Große Filme (Assault
– Anschlag bei Nacht,
Con Air, etc.) sind daraus entstanden. Dieser gehört NICHT in die Kategorie. Streng genommen ist Win- ston, um den es hier geht, auch kein Gefangener. Obwohl er Handschellen trägt. Winston (Topher Grace) soll gegen einen Mafiaboss aussagen. Als Kronzeuge. Und was er und seine taffe Begleite- rin, US Marshal Madolyn (Michelle Dockery), nicht wissen ist, dass ihr Pilot (Mark Wahlberg) nicht der charmante Hinterwäldler ist, der er vorgibt zu sein. Mit wenigen Ausnahmen findet der Thrill aus- schließlich in einer Cess- na-Flugzeugkabine statt. Und die dünne Story lebt von einigen nett platzier- ten Twists und einem Mark Wahlberg mit unglaubli- chen Steh-auf-Qualitäten. Kurzweiliges Kino ohne Nachwirkungen.
93' Cineplex

