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6 kinokritiken (mehr unter www.nadann.de/rubriken/kino/filmsuche/) na dann... 38/25 Tafiti - ab durch die Wüste
(mex) Tafiti ist der Held der erfolgreichen Kinderbuchreihe der Autorin Ju- lia Boehme. Seit vielen Jahren finden sich die Abenteuer des kleinen Erd- männchenjungen in den hiesigen Kinderzimmern, Zeit also für den putzi- gen Draufgänger, die Kinoleinwand zu erobern. Tafti lebt mit seiner Fami- lie in einem „gutbürgerlichen“ Erdmännchenbau, in dem vor allen Dingen Großvater Opapas Regeln zu befolgen sind. Was dann allerdings Ungehor- sam für Folgen haben kann, wird Tafiti bald zu spüren bekommen. Oder besser gesagt der Opapa, erleidet er doch durch Tafitis Leichtsinn einen üblen Schlangenbiss. Ein Gegengift muss her. Das ist die Gelegenheit für Tafiti, seinen Fehler wiedergutzumachen. Gemeinsam mit seinem neu- en Freund, dem Pinselohrschwein Pinsel, macht er sich auf, die rettende
blaue Wüstenblume zu finden. Ein entspanntes und liebenswertes Trickfilmabenteuer für die kleine- ren Film-Fans zwischen 6 und 10 Jahren. 80' Cineplex
Conjuring 4: das letzte Kapitel
( jonny) Das bekannte Dämonenjäger-Paar Ed und Lorraine Warren
wird 1964 mit einem mysteriösen Fall konfrontiert: Hochschwanger be- rührt Lorraine in einem Spiegelsaal ein dunkles Wesen – ihre Tochter Ju- dy überlebt nur knapp. Jahrzehnte später taucht derselbe Spiegel bei der Smurl-Familie auf, und plötzlich geschehen merkwürdige Dinge: Glas zer- springt, Blut fließt, unheimliche Stimmen hallen durch das Haus. Judy spürt die Verbindung, reist zu den Smurls, Ed und Lorraine folgen. Im Haus zeigt sich, dass die Geister nur Marionetten eines mächtigen Dämons sind. Erst als Mutter und Tochter zusammenstehen, kann der Alptraum beendet werden... Wie gewohnt kombiniert auch der letzte Teil der Hor- ror-Reihe Familiendrama mit jeder Menge gruseligen Jump-Scares. Das
Ende fällt dabei allerdings enttäuschend aus und wird der Reihe nicht gerecht. 135' Cineplex
22 Bahnen
(mex) Gerade einmal zwei Jahre nach Erscheinen des gleichnamigen Ca- roline-Wahl-Bestsellers landet die Geschichte der beiden Schwestern Til- da und Ida bereits auf der Kinoleinwand - rekordverdächtig. Tilda (Luna Wedler) lebt mit ihrer schwer alkoholkranken Mutter und der kleinen Ida zusammen. Die begabte Mathematikstudentin arbeitet nebenbei an der Supermarktkasse und hält mit ihrem Engagement das fragile Familien- leben so gut es geht zusammen. Eine nicht aufgearbeitete Episode aus der Vergangenheit sowie das Angebot einer Doktorandenstelle im fer- nen Berlin belasten die junge Frau. Gerade Letzteres stellt Tildas Solida- rität und das intensive Zusammengehörigkeitsgefühl zu Ida auf die Pro- be... Regisseurin Mia Maariel Meyer inszeniert das Coming-Of-Age-Drama
behutsam und sehr nah an der Buchvorlage. Bemerkenswert ist insbesondere die starke Vorstellung der Schweizer Schauspielerin Luna Wedler. 102' Schloßtheater/Cineplex
       
























































































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