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Spring in the City - Oder: Das Beste am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht
Keine Zeit im Jahr steht so für Hoffnung und Neubeginn wie der Frühling. Nach den langen, dunklen und etwas trüben Wintermonaten wird es endlich heller, milder und freundlicher. Die Luft riecht anders, und die ersten Frühlingsblu- men blühen. Und auch, wenn der Frühling kalen- darisch noch nicht begonnen hat, sind wir längst mittendrin. Das Leben findet endlich wieder auch draußen statt. Vor dem Schloss bauen die Fahrgeschäfte ihre Karussells und Buden auf für den Frühjahrssend. Die Cafés stellen ihre Tische und Stühle raus und überall laden Bänke zum Verweilen ein. Am Hafenbecken, genauso wie auf den Aaseewiesen und in den vielen Parks der Stadt wird es wieder bunter und belebter.
Noch näher ist man dem Frühling vor den Toren der Stadt. Egal, ob in den Rieselfeldern, der Hohen Ward, in den Emssauen oder im Venner Moor. Münster ist umgeben von einem grünen Gürtel, in dem man, ohne weit zu reisen, voll- kommene Ruhe finden kann. Und ich sage bewusst Ruhe und nicht Stille. Denn hier drau- ßen lärmt der Frühling geradezu. Ständig raschelt etwas, Insekten schwirren surrend durch die Luft und die Vögel zwitschern mit unter- schiedlichsten Stimmen. Es ist also alles andere als still, aber es ist friedlich, und man kann fast mit den Händen greifen, warum der Frühling für Hoffnung steht. Denn hier strebt alles ganz ohne unser Zutun dem Leben entgegen. Eben dachte man noch, dass es wohl für immer grau, mat-
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na dann... Wochenschau für Münster Herausgeber: DVV, Druck-Verlags und Vertriebs- gesellschaft mbH, Gildenstraße 8b, 48157 Münster-Handorf
schig und etwas düster bleiben muss, und schon sprießt, grünt und blüht es überall. Alles wird etwas heller und leichter. Aufatmen, Durchat- men und los geht's. Das ist Hoffnung, und Hoff- nung ist doch einfach eine gute Sache. Im Klei- nen wie im Großen. Egal, an welchem Punkt man gerade steht. Eine positive Energie, die uns antreibt, auch wenn es mal schwierig wird.
Aber ehe wir hier zu sehr ins Theoretische abrut- schen, schauen wir einfach, welche schönen Din- ge diese Zeit in den nächsten Wochen für uns bereithält. In jedem Fall hoffe ich, dass auch Sie sich über den Frühling freuen können! In der Stadt, im Park, auf dem Send oder eben draußen im Grünen. Und falls der Frühling Sie noch nicht erreicht haben sollte, bin ich auch da guter Din- ge. Denn das Beste am Frühling ist eben, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am drin- gendsten braucht.*
In diesem Sinne: eine gute Zeit!
*Zitat frei nach Jean Paul Friedrich Richter / KI- frei. Alle Fehler gehen auf mich ;)
Cristina Tinkl
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