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KINOKRITIKEN
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   Hoppers
(jonny) Mabel liebt die Natur und versucht schon seit Kindheitstagen sie zu schützen. Als der Bürgermeis- ter beschließt, ein besonders ge- liebtes Fleckchen Landschaft in eine Autobahn zu verwandeln, setzt sie natürlich alle Hebel in Bewegung. Doch um zu beweisen, dass das Ge- biet schützenswert ist, fehlen plötz- lich ausgerechnet die Tiere im klei- nen Biotop. Dank der Erfindung ih- res Professors kann Mabel ihr Bewusstsein in einen Roboterbiber übertragen und so mit den Tieren sprechen. Doch ihre neuen „Artge- nossen“ lassen sich schwerer für den Kampf um ihre Heimat begeis- tern, als Mabel erwartet hat. „Hop- pers“ ist eine Art kindgerechte Ava- tar-Variante mit gelungener Ästhe- tik und hohem Erzähltempo. Anders als bei James Cameron hat die Natur hier keine aktive, kämpfe- rische Rolle, sondern reagiert lang- sam und träge, wie im echten Le- ben. Dadurch eröffnet der Film Raum für größere Fragen jenseits einer einfachen Gut-gegen-Böse-Er- zählung. 105'
Monsieur Robert kennt kein Pardon
(bouda) Nach drei Jahrzehnten im Schuldienst steht für Monsieur Ro- bert der Ruhestand bevor. Doch der äußerst nachtragende Zeitgenosse denkt nicht an Entspannung. Er plant eine späte Vergeltung an vier ehemaligen Schülern für deren ge- meine Streiche. Besonders schmerzt ihn, dass eine Gruppe aufsässiger Kinder einst seine gro- ße Liebe, die charmante Kollegin Claudine Haignerelle, vergrault hat. Die zarte Romanze und die geplan- te Hochzeit wurden damals durch fiese Attacken final verhindert. Ge- meinsam mit einer Komplizin ver- sucht Robert nun, die Karrieren sei- ner einstigen Peiniger gezielt zu sa- botieren. Wer Christian Claviers zerknautscht-besorgtes Gesicht liebt und die alten „Pauker“-Filme schätzt, erlebt hier eine französi- sche Variante mit erfrischend ver- tauschten Rollen: Diesmal ist es der Lehrer, der zum Gegenschlag aus- holt. 81'
Junge Mütter - Jeunes mères
(sirk) Seit 1978 drehen die Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne (Jahr- gang 1951/1954) gemeinsam Fil- me. Ihre Anfänge lagen in der Do- kumentation, bis sie 1986 zu fiktio- nalen Stoffen wechselten. Das Kino der Brüder bezieht seine Kraft aus authentischen Sozialgeschichten, begleitet mit der Handkamera, we- nig Musikuntermalung. Überra- schend ist, dass sie diesmal (im Ge- gensatz zu ihren mehrfach ausge- zeichneten Filmen "Rosetta" (1999) oder "L`enfant" (2005)) im Ensem- ble gleich mehrere Geschichten er- zählen. Wie geschickt sie diese ver- weben und die Figuren miteinan- der in Tuchfühlung bringen, zeigt ihr großes Können. Mit einem über- zeugend komponierten Drehbuch geht es facettenreich um das Leben sehr junger Mütter. Zahlreiche Fall- stricke auf dem Weg zu gesell- schaftlicher Integration und per- sönlicher Zufriedenheit mit einge- schlossen. Ohne Hinter- oder Beweggründe. Auch dafür gab es einen Preis, den Drehbuchpreis in Cannes 2025. 106'


























































































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