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KINOKRITIKEN
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         Lebensansichten eines Huhns: Sie legte jeden Tag ein Ei...
(mex) Eine Legebatterie in Grie- chenland. Hunderte junge Hüh- ner arbeiten sich täglich durch die Schale und erblicken das Licht der Welt. So auch dieses eine namenlose Küken, das sich mit seinem seltenen schwarzen Daunenkleid auffällig von den unzähligen orangenen Leidensgenoss*innen unter- scheidet. Und noch etwas Be- sonderes: Dem Tier gelingt durch eine Aneinanderreihung glücklicher Zufälle die Flucht aus der erbarmungslosen, aus Fließbändern und Käfigen zu- sammengesetzten Maschinerie. In der Folge begleiten wir das inzwischen ausgewachsene Huhn auf seinem einsamen Weg durch eine menschendo- minierte Welt, die irgendwie al- les andere als artgerecht er- scheint. Regisseur György Pálfi findet mit dieser deutsch-unga- risch-griechischen Koprodukti- on einen originellen Weg um Sinn und Irrsinn menschlichen und tierischen Lebens zu be- schreiben. Sehenswert. 97'
Spider-Man: Brand New Day: Starkes Comeback vom Spinnenhelden
( jonny) Nach den Ereignissen von „No Way Home" erinnert sich niemand mehr an Peter Parker. Um MJ und Ned zu schützen, hat er ihnen das Ge- dächtnis gelöscht und kämpft nun allein gegen das Verbre- chen. Die Einsamkeit zehrt an ihm, während er seiner Tante May nachtrauert. Gleichzeitig entwickeln sich Peters Spinnen- Sinne unkontrolliert und er ver- sucht die Veränderung aufzu- halten. Alte Bekannte wie Bruce Banner und Frank Castle tau- chen auf, und Peter muss ent- scheiden, ob er Einzelkämpfer bleiben möchte... Regisseur Des- tin Daniel Cretton liefert emo- tionales Superheldenkino, bei dem es um Einsamkeit und Identitätsverlust geht. Vor allem die atemberaubenden Action- Sequenzen sind vielleicht die besten der gesamten Reihe. Ins- gesamt hat die fünfjährige Pau- se scheinbar hat gut getan und Spider-Man macht im Kino wie- der richtig Spaß. 140'
The Invite: Fazit eintragen.
(sirk) Partnertausch auf der Leinwand, da war doch mal was? Genau: Ob Cesc Gays spa- nische Steilvorlage Sentimental (2020) oder Adaptionen wie Die Nachbarn von oben und Der Vierer – die Prämisse ist erprobt. Stets bedarf eine festgefahrene Ehe des frischen Windes, und stets dient die Einladung eines vitaleren Paares als Katalysator für einen erst verbalen, später auch körperlichen Schlagab- tausch. In der US-amerikani- schen Fassung umgeht Regis- seurin Olivia Wilde – die auch vor der Kamera glänzt – souve- rän die Klippen des im deut- schen Lustspiel so gefürchteten "gespielten Witz". Wilde verleiht ihren Protagonisten psychologi- sche Tiefe. Das Fundament hier- für legt Rashida Jones, deren Drehbuch mit geschliffenen, feinfühligen Dialogen besticht. Das spielfreudige Ensemble um Penélope Cruz, Seth Rogen und Edward Norton dankt es dem Team mit enormer Authentizi- tät, feiner Bösartigkeit und be- rührender Offenheit. Ein äu- ßerst sehenswertes Kammer- spiel. 106'


























































































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