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na dann... 02/26
KINOKRITIKEN
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   Anaconda
(jonny) Eine Fortsetzung des Hor- ror-Trashs „Anaconda“ aus dem Jahr 1997? Nun, nicht so ganz. Im Zentrum der Handlung stehen der von Jack Black gespielte Regisseur Doug und seine Freunde, die sich gemeinsam auf den Weg in Rich- tung Amazonas machen, um dort ein Reboot des originalen Anacon- da-Films zu drehen. Doch unglückli- cherweise geht ihnen gleich zu Be- ginn die wichtigste Requisite – eine riesige Würgeschlange – hops, und so macht sich die Gruppe kurzer- hand im Dschungel auf die Suche nach Ersatz. Zwar werden sie recht schnell fündig, doch dabei handelt es sich tatsächlich um eine über- große Killerschlange, und die Film- crew ist urplötzlich mit ihrem eige- nen Drehbuch in der Realität kon- frontiert... Die Meta-Story verwandelt das Horrorkonzept von "Anaconda" in eine klamaukige Ac- tion-Komödie mit einem äußerst sympathischen Cast. Zwar mit eini- gen Höhen und Tiefen, aber insge- samt erfrischend. 100'
Der Medicus II
(bouda) Der englische Arzt Rob Cole kehrt nach seiner Flucht aus Isfa- han in seine Heimat London zurück, um dort das medizinische Wissen aus dem Orient anzuwenden. Doch seine fortschrittlichen Methoden stoßen auf massiven Widerstand und Ablehnung seitens der Eliten. Die Kirche, konservative Ärzte und Adelige betrachten ihn als Bedro- hung für die bestehende Ordnung. Regisseur Philipp Stölzl gelingt eine packende, abenteuerliche Fortset- zung, die erneut mit großartigen Schauwerten überzeugt. 144'
Avatar: Fire and Ash
(sirk) "Visuell herausragend, erzäh- lerisch eher durchschnittlich" schrieben meine Kollegen über die ersten beiden Teile der Avatar-Rei- he. Sind aller guten Dinge ...? Leider nein. Weder rüttelt James Cameron an Hollywoods bekannter Erfolgs- formel noch gibt es große Überra- schungen oder gar Grenzüber- schreitungen. Wer dennoch ein Ki- noticket für diesen dritten Teil bucht, der wird nach dem Lösen des Tickets (im Foyer) maximal 45 Mi- nuten brauchen, bis der Groll über die teure (3D-)Kinokarte (evtl. plus Single-Popcorn-Menü) verflogen ist. Durchgeschüttelt im DBox-Sitz mit 3D-Brille auf der Nase setzt die- ser Ohren-und-Augenschmaus in Sachen Kino-Erlebnis neue Stan- dards. Und das über volle 3 Stun- den. Dumm, wer da bis zum TV- oder VOD-Start wartet. Nie war Ki- no so immersiv. 197'


























































































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