Der junge Karl Marx 3. Woche | FSK 12 | 118 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
15:30
16:30 16:30 16:30 16:30
18:45 18:45

(sirk) Deutschland, Mitte des 19. Jahrhunderts. Der junge, eloquente Karl Marx verliert mit Mitte 20 seine Stelle bei der Rheinischen Post und folgt daraufhin, zusammen mit seiner jungen, adligen Frau Jenny von Westphalen (Vicky Krieps), seinem Verleger nach Paris. Im kulturellen Zentrum Europas soll eine neue Zeitung entstehen. Hier trifft Marx (August Diehl) auf auf den 26-jährigen Fabrikantensohn Friedich Engels (Stefan Konarske), der Marx´ Ansichten zum Thema Ungleiche Verteilung der Güter in der industriellen Revolution teilt. Zwischen Paris, Brüssel und London nehmen die beiden Anlauf, um Mitstreiter für ihre Ideen zu finden. Im Revolutionsjahr 1848 entsteht ihr epochales "Kommunistisches Manifest". Auch wenn es im Innern um Revolution geht, ist davon von außen in dieser spannungsarmen Inszenierung von Raoul Peck trotz überzeugender Schauspieler und Kostüme wenig zu spüren.

Regie
Raoul Peck

Schauspieler

Jahr
2017

Barakah Meets Barakah 2. Woche | FSK 12 | 88 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
12:35

(sirk) Eine romantische Komödie aus Saudi-Arabien? Ja, wo gibt’s denn sowas? Im Cinema. In Münster. Und um wen oder was geht es? Um Barakah (Hisham Fagee), einem Ordnungsbeamten und Laiendarsteller in „Hamlet“, der nicht aus einer der besten Familien stammt und um Bibi (Fatima AlBanawi), Adoptivtochter reicher Eltern und bekannte Vloggerin und Instagram-Star. Da kommt eines Tages etwas zusammen, was nicht zusammenpassen darf. Aber im Debütfilm von Mahmoud Sabbagh, der auf der letztjährigen Berlinale den Preis der Ökomenischen Jury erhielt, hebeln die beiden elegant und kreativ das System von Tradition, Etikette und Religionspolizei aus. Ein kurzweiliges Schelmenstück, in jeder Beziehung. Sehenswert.

Regie
Mahmoud Sabbagh

Schauspieler

Jahr
2017

Der Himmel wird warten 1. Woche | FSK 12 | 105 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
16:30 16:30
19:00 19:00 19:00
Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
16:30

(sirk) Drei Perspektiven zu einem brandgefährlichen Thema: Der Rekrutierungsprozess des IS. Beginnend mit Sonia, die ihre Sachen für ihre Mission nach Syrien bereits gepackt hat. Als kurz zuvor Polizisten die Wohnung der Eltern stürmen, und die 17-jährige franz. Schülerin (Noémi Merlant) abführen, bricht für alle Beteiligten eine Welt zusammen. Das eigene Kind - eine Terroristin? Die Eltern haben nie etwas davon mitbekommen. Wie es um die geschickten Verführungskünste des IS bestellt ist, beleuchtet die zweite Perspektive, die Geschichte der 16-jährigen Melanie (Naomi Amarger). Mel lebt bei ihrer Mutter, ist kontaktfreudig, spielt Cello und hat noch die Hoffnung, eines Tages die Welt zu verändern. Über soziale Netzwerke kommt sie in Kontakt mit einer Gruppe, die für den syrischen Bürgerkrieg Mitstreiter rekrutiert. Wie das ganze ausgehen kann beleuchtet Perspektive Nr. 3, die Geschichte einer Mutter, die ihre Tochter an den IS verloren hat. Ein packendes und wichtiges Drama, das unter die Haut geht.

Regie
Marie-Castille Mention-Schaar

Schauspieler

Jahr
2017

Mit Siebzehn 15. Woche | FSK 12 | 116 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
15:00

(mex) Sie könnten es wohl selbst nicht begründen aber fest steht: Damien (Kacey Mottet Klein) und Tom (Corentin Fila) pflegen eine abgrundtiefe Abneigung zueinander. Sie gehen in die gleiche Schulklasse und wann immer sie sich in die Quere kommen besteht Explosionsgefahr. Dabei scheinen sie sich auch auf unerklärliche Art und Weise zueinander hingezogen zu fühlen. Die Dinge werden sich aufklären, als die beiden Jungs unter unerwarteten Umständen plötzlich für eine gewisse Zeit unter einem gemeinsamen Dach leben müssen... André Téchiné (Wilde Herzen, Diebe der Nacht) verfilmt das gemeinsam mit Céline Sciamma (Tomboy, Bande de filles) verfasste Drehbuch über zwei junge Männer die vom Ernst des Lebens überrumpelt werden. Starkes Coming-Of-Age Drama, in der neben den beiden Hauptdarstellern besonders Sandrine Kiberlein als Damiens Mutter überzeugt.

Regie
André Téchiné

Schauspieler

Jahr
2016

Köpek - Geschichten aus Istanbul 1. Woche | FSK 12 | 94 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
21:15

Neu angelaufener Film, wird nächste Woche besprochen.

Regie
Esen Işık

Schauspieler

Jahr
2017

Neues von uns Kindern aus Bullerbü 1. Woche | 89 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
14:45 14:45

Neu angelaufener Film, wird nächste Woche besprochen.

Regie
Lasse Hallström

Schauspieler

Jahr
2017

Das kleine Zimmer FSK 6 | 90 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
19:00

(sirk) Bereits mit den ersten Szenen wird deutlich: der alters- und herzschwache Edmond (Michel Bouquet) ist kein einfacher Zeitgenosse. Sein Sohn - auch nicht mehr der Jüngste - will in die USA ziehen und lässt den Vater allein. Aber Edmond weigert sich hartnäckig, ins Altersheim zu gehen. Beharrlich lehnt er jegliche Hilfe seiner Hauspflegerin Rose ab. Aber nicht nur er, auch seine junge Krankenschwester, (Florence Loiret-Caille), die den Vater zunächst zu Hause versorgt hat, leidet. Später kommt heraus, es ist eine Depression, die sie in Schach zu halten versucht. Als Edmond einen Sturz erleidet, ist er gezwungen, die Hilfe der jungen Frau anzunehmen. Beiden wird schnell klar, dass sie sich nur gegenseitig helfen können. In diesem subtilen Annäherungsprozess zwischen den Generationen fällt kein Wort zuviel, es genügen kleine Gesten, um große Gefühle auszudrücken und Traumata zu bewältigen. Ein kleines Meisterwerk, das wieder einmal den Mut und die Lebendigkeit des Westschweizer Kinos beweist.

Regie
Stephanie Chuat,Veronique Reymond

Schauspieler

Jahr
2012

I Am Not Your Negro 1. Woche | FSK 12 | 93 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
10:45
18:00 18:00 18:00 18:00

Neu angelaufener Film, wird nächste Woche besprochen.

Regie
Raoul Peck

Schauspieler

Jahr
2017

Bauer unser!  1. Woche | 92 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
10:45

(sirk) Man(n) kann es sich auch einfach machen: Fakten sammeln, ein paar schöne Kameraflüge (mit der Kameradrohne) über Weidefelder, ein paar Head-to-Head-Interviews mit Entscheidungsträgern, ein paar Besuche in Massentierhaltungsbetrieben, fertig ist die Dokumentation über das Thema „Landwirtschaft in Österreich im 21. Jahrhundert“. Robert Schabus hat es sich leicht gemacht. Er hat Fakten zusammengetragen, zum Beispiel, dass in Österreich nur 2 Prozent der Kunden ihre Produkte direkt vom Bauernhof beziehen, Schabus hat mit EU-Politikern, Bauernpräsidenten, Lobbyisten und Landwirten gesprochen, alle haben ihm ihr Leid geklagt. Bis auf ein kinderloses Bio-Bauer-Pärchen aus einem kleinen Dorf, das sich mit einer überschaubaren Produktauswahl vom Lamm bis zum Salat den Lebensunterhalt allein und ohne Angestellte mit Bio-Produkten ohne Subventionen selbst verdient. Vom Feld in den Mund. Wenn es doch nur so einfach wäre...

Regie
Robert Schabus

Schauspieler

Jahr
2017

Die letzten Tage des Parvis K. 1. Woche | 82 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
19:00

Neu angelaufener Film, wird nächste Woche besprochen.

Regie
Henrik Peschel

Schauspieler

Jahr
2017

Certain Women 3. Woche | 107 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
12:55

(mex) Kelly Reichardt ist ohne Zweifel eine der stärksten Filmemacherinnen des US-amerikanischen Independent-Kinos, davon zeugen Filme wie „Wendy and Lucy“, „Meek´s Cutoff“ oder „Night Moves“ eindrucksvoll. In ihrem neusten Werk verbindet sie nun drei Kurzgeschichten der Autorin Maile Meloy zu einem grandiosen modernen Western - nur dass sie hier nicht die wohlbekannte Männerwelt dieses Genres reflektiert. Vier Frauen stehen im Mittelpunkt der lose miteinander verbundenen Episoden. Die Geschichten die sie zu erzählen haben spielen sich dabei nicht in aufwendiger Handlung, sondern im subtilen Zusammenwirken von sparsam Angedeutetem und offensiv Weggelassenem ab. Menschliches Mit- und Nebeneinander, minimalistisch auf den Punkt gebracht. Kameramann (Christopher Blauvelt) und Darstellerinnen (Laura Dern, Michelle Williams, Lily Gladstone, Kristen Stewart) tragen das Übrige zu einem außergewöhnlichen und fantastischen Kinoerlebnis bei.

Regie
Kelly Reichardt

Schauspieler

Jahr
2017

Moonlight 2. Woche | FSK 12 | 111 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
15:30
16:15 16:15 16:15 16:15 16:15 16:15 16:15
19:30
20:15 20:15 20:15 20:15 20:15
21:10
Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
00:00
18:45
22:45 22:45

(sirk) Vom Jungen zum Mann in drei Lebensabschnitten. Anders als bei Richard Linklater („Boyhood“, 12 Jahre Drehzeit) dauerte die Drehzeit der Adolszensgeschichte von Barry Jenkins nur 25 Tage. Drei verschiedene Darsteller verkörpern Chiron, einen homosexuellen, afroamerikanischen Jungen, der in Miami bei seiner alleinerziehenden Mutter (Naomie Harris) aufwächst. An der Schule wird der zurückhaltende Junge gemobbt, wegen der Art, wie er geht und spricht. Die Halbstarken nennen ihn „Little“. Im zweiten Kapitel ist Chiron 16 Jahre alt, im dritten Kapitel etwa Ende 20. Wie Chiron seine eigene Homosexualität versteckt, wie er mit seiner drogensüchtigen Mutter umgeht, in all diesen Szenen liegt viel Sprengstoff und damit eine große Explosivität. Zusammen mit den herausragenden Darstellern (Oscar für Mahershala Ali) hat Jenkins ikonische Szenen geschaffen, die Moonlight zu einem perfekten Film machen. Der Lohn: Insgesamt über 200 Filmpreise, darunter 3 Oscars. Nicht verpassen!

Regie
Barry Jenkins

Schauspieler

Jahr
2017

Men At Lunch 1. Woche | FSK 6 | 67 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
20:15

Neu angelaufener Film, wird nächste Woche besprochen.

Regie
Seán Ó Cualáin

Schauspieler

Jahr
2017

Arthouse Sneak – Pay After #96 1. Woche | FSK 16 |

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
22:45

Neu angelaufener Film, wird nächste Woche besprochen.

Regie

Schauspieler

Jahr
2017

Tanna – Eine verbotene Liebe 1. Woche | FSK 12 | 104 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
15:45
17:15
18:00 18:00

Neu angelaufener Film, wird nächste Woche besprochen.

Regie
Martin Butler, Bentley Dean

Schauspieler

Jahr
2017

Happy 2. Woche | FSK 6 | 90 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
14:25

(sirk) Stell Dir vor, dein Vater macht Urlaub in Thailand und findet eine neue (wesentlich jüngere) Liebe. Passiert tausendfach jährlich. Schlimme Ausbeutung oder Win-Win-Situation? Die Tochter des rüstigen Ü60ers Dieter ist zunächst geschockt. Ist Papa ein Sextourist? Mit ihrer Dokumentation geht die Filmemacherin Carolin Genreith dieser Frage nach, nimmt dabei nicht nur das Liebesleben ihres Vaters unter die Lupe sondern geht dabei auch ganz alltäglichen Fragen des Zusammenlebens auf den Grund: Sucht Papa zwischen Pat Thai und Pool nur das kurze Glück? Genreith drängt mit intimen Fragen und kritischem Blick fürs Alltäglich-Absurde an die wunden Punkte dieser Beziehung zwischen Liebe, Verständigung und materiellen Abhängigkeiten. Wer eine scharfe Rundumsicht zum Thema erwartet, sollte lieber eine andere Dokumentation wählen, hier geht es durch die eigene Nähe allein um die Sentimentalitäten einer Vater-Tochter-Beziehung.

Regie
Carolin Genreith

Schauspieler

Jahr
2017

Die andere Seite der Hoffnung 1. Woche | FSK 6 | 98 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
11:00
18:40 18:40 18:40 18:40 18:40 18:40
20:50 20:50 20:50 20:50 20:50 20:50
23:00 23:00 23:00
Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
20:50
23:00

Neu angelaufener Film, wird nächste Woche besprochen.

Regie
Aki Kaurismäki

Schauspieler

Jahr
2017

Wilde Maus 2. Woche | FSK 12 | 103 Min.

Do
30.03
Fr
31.03
Sa
01.04
So
02.04
Mo
03.04
Di
04.04
Mi
05.04
12:40
21:15 21:15 21:15 21:15

(mex) Als Musikkritiker ist Georg (Josef Hader) eine Institution im Wiener Kulturleben. Das glaubt er zumindest. Als sein Chef, der Waller (Jörg Hartmann), ihn aber überraschend vor die Tür setzt, spürt Grantler Georg, der bis dahin ja eigentlich ein fast zufriedener Mensch ist, eine nicht erwartete existentielle Fallhöhe. Zumal ihm auch Ehefrau Johanna (Haders Lebensgefährtin Pia Hierzegger) gehörig Druck macht, soll er ihr doch einen späten Kinderwunsch erfüllen. Georgs Krisenmanagement ist bemerkenswert: er steigt ins Jahrmarktgeschäft ein und startet einen wirren Rachefeldzug gegen den Waller, dieses „gschissne Oarschloch, diese deitsche Saauau-au“. Vom Kabarett kennt man ihn, aus den Brennerfilmen und als Stefan Zweig in „Vor der Morgenröte“. Nun bringt Josef Hader mit „Wilde Maus“ seinen ersten eigenen Film ins Kino und beschert damit Land und Leuten des wunderbaren Österreichs die denkbar beste Werbung. Das lachende und das weinende: bei der haderschen Achterbahnfahrt bleibt kein Auge trocken. Sauguat.

Regie
Josef Hader

Schauspieler

Jahr
2017