In die Sonne schauen 2. Woche | FSK 16 | 149 Min.

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(sirk) Der Blick durch ein Schlüsselloch verheißt oft nichts Gutes. Zumindest nicht im Film. Bei Mascha Schilinski, die die Idee zum Film während eines längeren Aufenthaltes auf einem Bauernhof in der Altmark hatte, werden für junge Frauen und Mädchen Geheimnisse offenbar. Wie verlor der ältere Bruder sein Bein? Warum hört er auf zu schreien, wenn er "in der Mitte des Körpers" massiert wird? Was macht die Mutter, wenn sie vor den Familienfotos steht? Schilinski mäandert durch die Zeit, vom Kaiserreich bis heute und erzählt die (meist düsteren) Geschichten der Familien, die in vier verschiedenen Zeitabschnitten einen Bauernhof in der Altmark bewohnen. In erster Linie aus weiblicher Perspektive. Anders als bei Robert Zemeckis (ähnliche Idee mit "Here") sind die Einstellungen jedoch nicht auf Hochglanz poliert sondern offenbaren Angst, Trauer und Traumata - und eben Schlüssellochgeheimnisse. Ein Meisterwerk. Nicht verpassen!

Jahr
2025

Als wäre es leicht 1. Woche | FSK 12 | 95 Min.

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(sirk) Treffen sich eine gehörlose Frau und ein blinder Mann ... Was wie ein Witz beginnt, ist die Ausgangssituation einer modernen deutschen Rom-Com, in der die gehörlose Kati (Cindy Klink) im Dialoghaus Hamburg auf den blinden Stadionkommentator Florian (David Knors) trifft. Wer, wie ich persönlich, davon ausgeht, dass eine funktionierende Liebe in erster Linie auf offener, respektvoller Kommunikation basiert, der kann sich vorstellen, dass Florian und Kati nicht nur ihre unterschiedlichen Lebensgeschichten im Weg stehen. Der Autor und Regisseur Milan Skrobanek versucht das nahezu Unmögliche, er verwendet zudem Klischees, ohne ihnen zu erliegen, und stellt eine universelle Sprache (der Liebe) vor, die alle Menschen verstehen können – unabhängig von ihren körperlichen oder sensorischen Voraussetzungen. Berührend schön.

Jahr
2026

Das Drama - Noch mal auf Anfang 1. Woche | FSK 0 | 105 Min.

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(jonny) Emma und Charlie sind jung, verliebt und verlobt - soweit, so romantisch. Doch beim Probeessen schlägt Emmas Brautjungfer in leichter Chardonnay-Laune ein Spiel vor, das ungeahnte Abgründe zutage führt. Der Reihe nach erzählt jeder die schlimmste Sache, die er oder sie je getan hat und obwohl moralisch mehr als fragwürdig, scheinen sich alle gebeichteten „Taten” in einem noch vertretbaren Rahmen zu befinden. Doch dann ist Emma an der Reihe, und ihre Geschichte stürzt nicht nur den Abend, sondern auch ihre Freundschaften, die Beziehung zu Charlie und die anstehende Hochzeit in ein riesiges emotionales Chaos. Regisseur und Drehbuchautor Kristoffer Borgli verwandelt in „Das Drama” ein perfektes RomCom-Setting in eine Flut aus existentiellen Fragen: Wie gut kann man einen Menschen wirklich kennen? Kann sich ein Mensch wirklich ändern? Und viele mehr. Ein intensives, aber nicht zu ernstes Kinoerlebnis!

Jahr
2026

Rose 1. Woche | FSK 12 | 95 Min.

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(sirk) Im archaischen 17. Jahrdt.: Eine Frau geht ihren Weg – als Mann. Im Zentrum steht Rose (einmal mehr überzeugend: Sandra Hüller), die nach dem Krieg schwer gezeichnet als Mann maskiert ein Erbe antritt, um Freiheit und Selbstbestimmung zu finden. Ein Sujet, das Parallelen zu "Albert Nobbs" (mit Glenn Close) und "Des Teufels Bad" zieht. Hüller spielt diese Grenzgängerin mit physischer Wucht zwischen Disziplin und existenzieller Not. Die mühsam gewahrte Tarnung gerät ins Wanken, als Rose die Tochter eines Großgrundbesitzers heiraten soll und eine zarte Komplizenschaft entsteht. Trotz eines teils distanzierenden Off-Kommentars verdichtet Markus Schleinzer reale Historie zu einer drastischen Parabel über Geschlechterrollen und soziale Gewalt, die in ihrer Dringlichkeit weit in unsere Gegenwart hineinreicht. Meisterhaftes Schauspielkino.

Jahr
2026

Vier minus drei 3. Woche | FSK 12 | 121 Min.

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(sirk) Klingt nach Kitsch, ist es aber nicht: Barbara, eine Klinik-Clownin, verliert Mann und Kinder bei einem Autounfall. Doch was als "Seelenpornografie" missverstanden werden könnte, entpuppt sich als eines der herausragenden Melodramen des deutschen Gegenwartskinos. Regisseur Goiginger (Rickerl) wandelt den Schmerz in viszerale Energie. Valerie Pachner spielt Barbara mit einer brachialen Hingabe, die den körperlichen Kontrollverlust der Trauer spürbar macht. Zwischen dem kühl-katholischen Beerdigungsritus und einer lautstarken Clownsparade zum Grab bricht sich ein Triumphzug des Lebens Bahn. Der Film nutzt die Manipulativität des Rührstücks als bewussten Modus, um die Banalität des Todes ästhetisch einzuholen. Es ist ein radikal ehrliches Werk über die Weigerung, an der Trauer zu zerbrechen. Wer Filme wie "Der Geschmack von Rost und Knochen" oder "Manchester by the Sea" mochte: Karten bestellen!

Jahr
2026

Ich verstehe Ihren Unmut 1. Woche | FSK 0 | 113 Min.

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(sirk) .. und der Zuschauende am Ende auch. Im Zentrum steht die 59-jährige Reinigungskolonnen-Leiterin Heike, grandios und mit rauer Authentizität verkörpert von der echten Gebäudereinigerin Sabine Thalau. Die dynamische Handkamera heftet sich in geschickten Plansequenzen an Heikes Fersen und überträgt ungefiltert den enormen Zeit- und Effizienzdruck der Branche. Ohne Filmmusik, aber mit dokumentarischer Präzision seziert der Filmemacher Kilian Armando Friedrich liebevoll seine Protagonisten zwischen Ausbeutung, Rassismus und moralischen Grauzonen. Kontrapunkte zur zermürbenden Hektik bilden berührende Pausenmomente und die feinfühlige Freundschaft zu Taja (Nada Kosturin). Ein fesselndes, sozialrealistisches Arbeitsplatzdrama, das an Ken Loach erinnert und ein kluges, intensives Stück Kino, das unsichtbare Arbeit kraftvoll sichtbar macht.

Jahr
2026

Palästina 36 4. Woche | FSK 16 | 120 Min.

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(sirk) Zwei filmische Geschichtsstunden über die Vertreibung der Palästinenser aus ihren Gebieten in den 1930er Jahren. Die Autorin und Regisseurin Annemarie Jacir konstruiert dieses Gedächtnis mittels einer linearen, fast telenovela-artigen Erzählweise. Und in gewissem Maße ist es genau das, was seine Zugänglichkeit garantiert. Das Didaktische fungiert hier als Werkzeug, denn diese Einfachheit erlaubt es der Geschichte, jene zu erreichen, die sie hören müssen, selbst wenn es dem Werk in manchen Momenten an formaler Dichte oder sprachlichem Raffinement fehlt. Kein großes Kino, eher ein Mosaik verschiedener Schicksale, aber ein (vor den aktuellen politischen Ereignissen) notwendiger Film. Er scheitert an seiner ästhetischen Ambition, trifft aber ins Schwarze bei der politischen Dringlichkeit.

Jahr
2026

Mother Mary 3. Woche | FSK 12 | 113 Min.

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(sirk) Achtung, Metapher! Ein verregneter Werktag, klopfende Sehnsucht: Pop-Superstar Mother Mary (stets leidend: Anne Hathaway) sucht Zuflucht bei ihrer Ex-Geliebten und Kostümbildnerin Sam (Michaela Coel). Zehn Jahre Funkstille entladen sich in einem Kammerspiel voller Vorwürfe, bis ein Geist in Form eines roten Kleides die Bühne betritt. Was als intimes Psychoduell beginnt, morphiert rasant in handfesten Body-Horror. David Lowery (A Ghost Story) beweist einmal mehr sein Händchen für das Unheimliche und inszeniert Kleidung als emotionale Infrastruktur. Doch so elegant der textile Spuk visuell glänzt, so blass berührt er emotional: Lowerys Figurenzeichnung bleibt hinter der hyperstilsicheren Fassade seltsam leblos. Ein überzeugend designter Albtraum, dem am Ende das schlagende Herz fehlt.

Jahr
2026

Good Boy - Wir wollen nur dein Bestes 1. Woche | FSK 16 | 111 Min.

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(bouda) Ein gewalttätiger 19-Jähriger wird eines Nachts auf offener Straße entführt und wacht im Keller eines abgelegenen Hauses auf. Seine Entführer versuchen, den jungen Mann namens Tommy durch erzwungene Rehabilitation zu einem besseren Menschen zu machen. Der Film kombiniert Thriller mit tragischen Elementen, hält sich aber in mehrfacher Hinsicht bedeckt. So werden einige Punkte nicht auserzählt. Auch das Ende bleibt offen und sorgt für Diskussionen über die Grenzen der Resozialisierung. Ein verstörendes, meisterhaft inszeniertes Psychodrama über die Grenzen von Gut und Böse. Sehenswert

Jahr
2026

Meine Frau weint FSK 12 | 93 Min.

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Neu angelaufener Film, wird nächste Woche besprochen.

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2026

Die kleine Amélie oder Der Charakter des Regens FSK 0 | 78 Min.

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Neu angelaufener Film, wird nächste Woche besprochen.

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2026

Shorts Attack 2026: Sonnenbrand & Mückenstich FSK 0 | 85 Min.

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Neu angelaufener Film, wird nächste Woche besprochen.

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2026

The Love that Remains FSK 0 | 109 Min.

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Neu angelaufener Film, wird nächste Woche besprochen.

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2026

Blood Incantation - All Gates Open (In Search of Absolute Elsewhere) FSK 0 | 73 Min.

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The New West 1. Woche | FSK 12 | 98 Min.

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(sirk) Zwischen den endlosen, melancholischen Weiten South Dakotas und den schroffen Badlands entfaltet sich das unglamouröse Leben der Rancherin Tabatha Zimiga. Nach dem Verlust ihres Mannes zieht die Pferdeliebhaberin mit stoischer Coolness eine Bande Jugendlicher groß, die auf den Pferden eine rare, wilde Freiheit finden. Regisseurin Kate Beecroft verwebt diesen intimen Alltag mal mehr mal weniger kunstvoll mit einer Fiktion rund um einen reichen Texaner, der finanzielle Rettung verspricht, aber patriarchale Hierarchien einschleppt. Kameramann Austin Shelton fängt diese Symbiose aus herber Armut, ungelöster Trauer und der ungezähmten Energie des Rodeos in malerischen Kinobildern ein. Eine Dokufiction und ein schönes, erdiges Stück Kino über Verlust, Zusammenhalt und ein Amerika, das den Optimismus nicht aufgibt.

Jahr
2026

Aisha und das verlorene Buch 2. Woche | FSK 6 | 86 Min.

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Neu angelaufener Film, wird nächste Woche besprochen.

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2026

Truly Naked FSK 16 | 103 Min.

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Neu angelaufener Film, wird nächste Woche besprochen.

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Sounds of Paris FSK 12 | 78 Min.

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Neu angelaufener Film, wird nächste Woche besprochen.

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Geschichten vom Franz 4. Woche | FSK 0 | 79 Min.

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(mex) Die „Geschichten vom Franz“ der österreichischen Autorin Christine Nöstlinger (1936-2018) gehören zu den Klassikern der modernen deutschsprachigen Kinderbuchliteratur. Johannes Schmid (Regie) und Sarah Wassermair (Buch) adaptieren die Abenteuer des kleinen Wiener Buben nun erstmals fürs Kino. Franz (Jossi Jantschitsch) hat es nicht leicht: Er ist der Kleinste in seiner Klasse, wird auch schon mal für ein Mädchen gehalten und hat eine Stimme, die ihm bei der kleinsten Aufregung in unkontrollierbares Gepiepse entgleitet. An sich nicht wirklich schlimm, aber bei einem Neunjährigen kann das gehörig am Selbstbewusstsein knabbern, zumal er auch von seine strengen und unsensiblen Lehren nicht viel Hilfe zu erwarten hat. Dann stößt Franz auf die Videos eines zweifelhaften Influencers, dessen 20 Regeln ihn in einen „echten Kerl“ verwandeln sollen. Franz ist Feuer und Flamme - nur gut, dass er mit Gabi und Eberhard zwei wahre Freunde hat… Ein absolut gelungener Familienspaß.

Jahr
2022