Ruhig Blut!

Ruhig Blut!

Das Wichtigste vorweg: Wenn Sie gesund und fit sind, können Sie Blut spenden. Auch in Zeiten des Coronavirus (Sars- CoV-2), benötigen wir dringend Blutspenden, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können!

Auch wenn in der weiteren dynamischen Entwicklung um das Coronavirus in den Kliniken geplante Operationen verschoben werden sollten, werden Blutpräparate zur Versorgung der Patienten in akuten Notsituationen und chronisch Kranker weiterhin dringend benötigt.

Ein Blutspendetermin kann nicht mit einem Konzert, einem Cafébesuch oder einem Sportevent gleichgesetzt werden. Eine Cafébesuch lässt sich nachholen, eine lebensrettende Blutspende nicht! Auch wenn die Maßgabe jetzt heißt, Sozialkontakte möglichst zu meiden, gilt es, die grundlegende medizinischen Versorgung der Bevölkerung zu sichern.

Die Durchführung der Blutspendetermine erfolgt stets unter ärztlicher Aufsicht und bei Berücksichtigung höchster Hygiene- und Sicherheitsstandards. So wird bei sämtlichen Blutspendewilligen unmittelbar nach dem Eintreffen die Körpertemperatur festgestellt.

Was schon immer galt, bekommt jetzt allerdings eine besondere Bedeutung: Wer sich nicht gut fühlt, wer erste Anzeichen einer Erkrankung spürt, geht bitte nicht zur Blutspende.

Sind Blutpräparate für die Transfusionsempfänger sicher?

An der Präparatesicherheit für Transfusionsempfänger hat sich durch das Corona-Virus nichts geändert! Für die Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte gibt es keine Hinweise. Bluttransfusionen sind sicher und unverzichtbar. Die Aufsichtsbehörden beobachten und analysieren das Blutspendewesen engmaschig.

Warum ist Ihre Blutspende gerade jetzt so wichtig?

Unsere Grundaufgabe, die Versorgung der Patienten in Nordrhein-Westfalen, in Rheinland-Pfalz und im Saarland muss weiterhin sichergestellt werden. Der tägliche Bedarf liegt bei 3.500 Blutspenden.

Viele Erkrankte erhalten ihr Leben lang Präparate, die aus Spenderblut gewonnen werden. Mittelfristig sind insbesondere Menschen mit Tumor erkrankungen, die sich in einer Chemo- oder Strahlentherapie befinden, auf die kontinuierliche Gabe von Blutpräparaten angewiesen, um die Nebenwirkungen dieser Therapien zu überstehen. Rund ein Fünftel aller benötigten Blutpräparate werden für Krebspatienten benötigt.

Sollten über einen Zeitraum von mehr als einer Woche nicht genügend Menschen Blut spenden, wäre die Patientenversorgung innerhalb kurzer Zeit nicht mehr abzusichern. Der Grund ist die kurze Haltbarkeit einiger Blutpräparate. Aus einer Blutspende werden drei verschiedene Typen von Blutpräparaten gewonnen. Ein Erythrozytenkonzentrat, das die roten Blutkörperchen enthält (umgangs-sprachlich Blutkonserve), kann maximal innerhalb von 42 Tagen transfundiert werden. Die Thrombozyten (Blutplättchen) sind nur vier bis fünf Tage einsetzbar. Nur Blutplasma ist länger lagerfähig, jedoch kann es auch hier schnell zu Engpässen kommen. Denkbare Folgen wären die Verschiebung geplanter Operationen für einen längeren Zeitraum, sowie eine Gefährdung insbesondere von Krebspatienten während einer Chemo- bzw. Strahlentherapie.

Darf ich Blut spenden, wenn ich zu einer erkrankten Person Kontakt hatte?

Personen, die sich in Corona-Risikogebieten aufgehalten haben oder die gar einen nachgewiesenen Kontakt mit Infizierten, Erkrankten oder potenziell Infizierten (sog. Kontaktfälle) hatten, werden nicht zur Blutspende zugelassen. Sie müssen aus Sicherheitsgründen eine Wartezeit von vier Wochen vor der nächsten Spende einhalten. Eine Liste der als Risikogebiete eingestuften Länder und Regionen finden Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Institutes: www.rki.de

Oberste Priorität bleibt die Sicherheit von Blutspendern und Transfusionsempfängern.

Blut spenden beim Roten Kreuz
Zentrum für Transfusionsmedizin Sperlichstraße 15
mo, di, do, fr 12 – 19 Uhr
mi 8 – 15 Uhr
City-Blutspende
Klarissengasse 9
mo, di, do, fr: 12 –18 Uhr
mi: 14 – 20 Uhr
sa: 11 – 17 Uhr
Infos über weitere Termine
und bei der Hotline des DRK-Blut-spendedienstes West 0800 1194911 (mo – fr: 8 – 18 Uhr)

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Archivtexte Blutspende

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