Von Carsten Krystofiak

In dieser Woche vor 2 Jahren...

…kam frischer Wind in die IHK.

Siepelmeyer war sauer: Der Windrad-Betreiber aus Hiltrup ärgerte sich darüber, als Unternehmer zur Zwangsmitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer verpflichtet zu sein, während der deutsche Dachverband der Kammern sich in öffentlichen Stellungnahmen deutlich kritisch über Windenergie äußerte.

Der Münsteraner klagte vor dem Verwaltungsgericht auf den Austritt seiner zuständigen IHK Westfalen Nord aus dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Das Verfahren zog sich 14 (in Worten: vierzehn!) Jahre hin. Noch 2019 hatte das OVG Münster seine Klage abgewiesen.

Dann folgte der Paukenschlag beim Leipziger Bundesverwaltungsgericht: Die Robenträger urteilten: Die IHK Westfalen Nord hat den Bundesverband zu verlassen! Während der „Davertwind“-Chef gut gelaunt war, brach bei der IHK am Sentmaringer Weg Hektik aus, denn damit war die Anbindung an die überregionale Struktur amputiert.

Der DIHK mag wohl keine Windräder…

Spaß hatten dagegen die im „Bundesverband für freie Kammern“ organisierten Kritiker einer IHK-Mitglieds- und Beitragspflicht für Gewerbesteuerzahler.

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