Von Carsten Krystofiak

In dieser Woche vor 2 Jahren...

…verwahrlosten wir.

Inspiriert von der Kommunistischen Partei Chinas und dem weisen Rat des Robert-Koch-Institutes fanden unsere Regierenden eine Antwort auf die Ausbreitung des SarsCov II-Virus: den ersten „Lockdown“ (in den Medien zunächst „Shutdown“ genannt).

Das hieß für viele Münsteraner wie die meisten Menschen: Arbeiten und lernen von zuhause aus. Einerseits bedeutete dies für viele Büroangestellte eine ungeahnte Produktivität, da nun unnütze Meetings und Flurtratsch wegfielen. Viele lernten auch zu schätzen, neben der Arbeit mit dem Telefon zwischen Ohr und Kinn noch die Spül- oder Waschmaschine zu starten, oder andere Haushaltsarbeiten erledigen zu können.

Die Unterseite des Zoom-Meetings…

Andererseits führte dies aber auch zu einer „gewissen Lässigkeit“ (siehe Asterix-Band ‚Obelix GmbH & Co.KG‘, 1. Bild). Wo sich sonst morgens der Berufsverkehr staut, blieben die Straßen leer und die Fenster dunkel. Dazu passte eine Pressemeldung der Stadtwerke, nach der sich die morgendlichen Energie- und Wasserverbrauchsspitzen von sieben auf zehn Uhr verschoben.

Eine weitere Meldung kam von den Abfallwirtschaftsbetrieben, die beklagten, dass sich die Altglascontainer schneller als üblich füllten. Das wiederum wurde durch Aussagen aus dem lokalen Getränkehandel über vermehrte Wein- und Spirituosenverkäufe bestätigt.

Für das Gerücht, dass die Textildiscounter angeblich eine verstärkte Nachfrage nach Jogginghosen registrierten, gibt es dagegen keine Bestätigung – unwahrscheinlich ist es aber nicht (siehe Bild).

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